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25 Jahre nach der Vizemeisterschaft: Das ist aus den Handballern der SG VfL/BHW Hameln geworden

Die Helden von damals

Es ist bis heute der größte Erfolg in der Hamelner Handballgeschichte: Vor 25 Jahren wurde die SG VfL/BHW Hameln hinter dem Serien-Champion THW Kiel deutscher Vizemeister und qualifizierte sich erstmals für den Europapokal. Im zweiten und dritten Teil der Serie lesen Sie, was aus Hamelns Handball-Helden geworden ist.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 07.06.2019 um 16:20 Uhr

Das offizielle Mannschaftsfoto der SG VfL/BHW Hameln aus der Saison 1993/94. Vorne (von links): Ralf Koring, André Tempelmeier, Uwe Krauße, Jürgen Brandstaeter, Jörg-Uwe Lütt, Stephan Lache, Oliver Mävers und Marc Siegesmund. Mitte: Peter Eddelbüttel

Autor:

Hans-Jürgen Kroggel
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Sead Hasanefendic, (70 Jahre alt), Cheftrainer:Der Kroate trainierte nach Ende seines Hameln-Engagements (1995) u. a. die Nationalteams von Tunesien und Serbien sowie insgesamt acht Vereinsmannschaften in Europa. Zuletzt war er Coach beim Drittligisten ThSV Eisenach. Privat pendelt er zwischen seiner Wahlheimat Gummersbach und Kroatien. Co-Trainer von Hasanefendic war das Hamelner Handball-Urgestein Danilo Loncovic. Der heute 66-Jährige trainierte in der Folgezeit zahlreiche Mannschaften in der Region, zur Zeit ist es die weibliche C-Jugend der JSG Weserbergland. „Noch ein Jahr, dann ist Schluss“, sagt „Lonco“, der inzwischen auch als Tennisspieler erfolgreich ist.
Jörg-Uwe Lütt (55), Torhüter: Der gebürtige Kieler (Spitzname „Lütti“) spielte bis 1997 für den VfL und anschließend u. a. für Minden, Hildesheim, Burgdorf, Rostock und Großburgwedel, wo der 2,02-m-Mann heute als Torwarttrainer tätig ist. „In der 3. Liga stand ich noch mit 50 zwischen den Pfosten. Aber irgendwann musste ja mal Schluss sein“, schmunzelt der einstige Publikumsliebling. Der gelernte Optiker wohnt in Burgdorf und arbeitet seit über zehn Jahren in einem Produktionsbetrieb für Laboranlagen.
Jürgen Brandstaeter (56), Torhüter: Der im badischen Neuried-Altenheim wohnende Ex-Nationalspieler spielte nach seiner VfL-Zeit noch in Suhl und Gummersbach und beendete 1997 nach sechs Knieoperationen seine Karriere. Heute trainiert der gelernte Zimmermann mit Erfolg den Schweizer Zweitligisten TV Möhlin. Brandstaeter: „Hameln bleibt mir auch privat immer in guter Erinnerung, denn hier wurde 1992 mein Sohn Finn geboren.“
Uwe Krauße (56), Torhüter: 1990 wechselte der Schlussmann von Halle nach Hameln. VfL II, Salzhemmendorf, Emmerthal und Rohrsen, wo er noch mit 50 Jahren in der WSL-Regionsoberliga sein Können zeigte, waren nach 1994 seine weiteren Stationen. Zudem war der in Hameln wohnende BHW-Kreditsachbearbeiter beim VfL jahrelang als Co- und Torwarttrainer ein gefragter Mann. „Der Handball steht jetzt nicht mehr im Mittelpunkt. Heute bin ich Hobbyläufer. Das macht mir sehr viel Spaß“, so Krauße.
Stephan Hauck (57), Rückraumspieler:Der frühere Nationalspieler (Spitzname „Hugo“) war der Denker und Lenker beim VfL. Haucks Spezialität: er konnte beidhändig stark werfen. Der gebürtige Merseburger spielte von 1991 bis 1997 und von 2000 bis 2002 für den VfL und gab dazwischen noch ein dreijähriges Gastspiel bei Eintracht Hildesheim. Der geniale Spielmacher ist heute Trainer beim Handballverband Berlin und mit Angela Hauck, der letzten Eisschnelllaufweltmeisterin der DDR, verheiratet.
Jürgen Querengässer (54), Rückraumspieler:Der 50-fache Nationalspieler kam 1990 nach Hameln. Er blieb bis 1995 und wechselte dann zu BW Köhrich Berlin. Seine letzte Station war Concordia Delitzsch (1997). Dort beendete „Max“, wie er von seinen Mitspielern genannt wurde, seine Karriere. „Vor 19 Jahren habe ich dann noch mal als Trainer beim VfL Tegel gearbeitet. Aber das war es dann auch mit dem Handball“, erzählt Querengässer. Er lebt in Berlin und ist selbstständiger Steuerberater.
Markus Hönnige (55), Linksaußen: Der Flügelflitzer, der einst auch das Trikot des TV Großwallstadt und TV Niederwürzbach trug und mit dem TVG 1990 deutscher Meister wurde, beendete 1994 nach seinem Hameln-Engagement und einem kurzen Gastspiel beim Drittligisten TSB Horkheim seine Laufbahn. Von 2007 bis 2010 trainierte der Dipl.-Bankbetriebswirt die A-Jugend seines Stammvereins Leutershausen. „Dieser Job hat mir viel Spaß gemacht. Zweimal wurden wir sogar badischer Meister“, freut sich der ehemalige Nationalspieler. Heute lebt und arbeitet der selbstständige Unternehmensberater und Kapitalanlagenspezialist in Hirschberg an der Bergstraße.
Oliver Mävers (53), Linksaußen: Nach 151 Spielen und 209 Toren beendete der Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, der nach wie vor mit seiner Frau Frauke in Hameln wohnt, 1997 seine erfolgreiche Karriere. Handball wird bei den Mävers’ aber nach wie vor groß geschrieben, denn ihr 18 Jahre alter Sohn Veit spielt für den Bundesligisten TSV Hannover Burgdorf. Veits Bruder Jago, auch ein talentierter Handballer, musste seine Laufbahn dagegen verletzungsbedingt beenden.
Hinweis: Was aus den weiteren 1994er-Vizemeistern der SG VfL/BHW Hameln geworden ist, lesen Sie im letzten Teil der Serie.

2 Bilder
Spektakulär: Hamelns ehemaliger Bundesliga-Handballer Markus Hönnige beim Torwurf. archiv


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