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Tennis: Deutsche Damen-30-Meisterin Sarah Gronert schlägt bei den DTH Open auf

Die heiße Top-Favoritin

HAMELN. Sie ist die heiße Top-Favoritin der DTH Open: Die deutsche Damen-30-Meisterin Sarah Gronert schlägt bei dem mit insgesamt 6000 Euro dotierten Tennisturnier in Hameln auf. Bei den Herren ist der zweifache DTH-Open-Sieger Stefan Seifert an Position eins gesetzt.

veröffentlicht am 18.07.2018 um 15:59 Uhr

Schlägt bei den DTH Open in Hameln auf: Sarah Gronert vom Tennisclub Bredeney. Foto: privat
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Sie sieht aus wie ein Model und ist die heiße Top-Favoritin beim Frauenturnier der 32. DTH Open in Hameln: Sarah Gronert. Die 32-Jährige vom Bundesliga-Aufsteiger Tennisclub Bredeney (Essen) ist in ihrer Altersklasse (Damen 30) amtierende deutsche Meisterin. Die hübsche Tennis-Queen, die auch als Model gefragt ist, ist 1,83 Meter groß, hat lange blonde Haare und auf Instagram schon über 38 500 Follower.

Die erfolgreichste Zeit ihrer Tennis-Karriere begann vor zehn Jahren: 2008 spielte die gebürtige Linnicherin mit damals 22 Jahren erstmals ein Turnier auf der ITF-Tour und gewann insgesamt zehn Titel (neun Einzel, ein Doppel). In der Weltrangliste kletterte die Rechtshänderin mit dem starken Aufschlag im Jahr 2012 bis auf Platz 164, danach musste sie aufgrund einer schweren Rückenverletzung lange pausieren und spielt nur noch nationale Turniere. Zurzeit ist Gronert die Nummer 27 der deutschen Rangliste, die von Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber angeführt wird. Bei den DTH Open ist Sarah Gronert an Nummer eins gesetzt.

Neben ihr sind mit Shaline-Doreen Pipa (Hannover/39. der DTB-Rangliste), Angelina Wirkes (Hannover/64), Franziska Kommer (Halle/74), Michelé Erkens (Essen/79), Manon Kruse (Halle/88), Jantje Tilbürger (Hannover/91) und Anna-Milena Behrendt (Vahr/ 96) insgesamt acht Spielerinnen aus den Top 100 bei den DTH Open am Start. „Das ist eine Top-Besetzung. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir schon einmal ein Frauenturnier hatten, das in der Breite so stark besetzt war wie diesmal“, sagt DTH-Pressesprecher Cord-Wilhelm Kiel.

Quasi Stammgast ist Manon Kruse, die sich den Termin der DTH Open jedes Jahr dick im Kalender anstreicht. „Hameln ist mein Lieblingsturnier“, verriet die Titelverteidigerin vom Zweitligisten TC Union Münster bei der Siegerehrung im Vorjahr mit einem strahlenden Lächeln. Seit 2004 schlägt die inzwischen 37-jährige Tennisspielerin bei den DTH Open in Hameln auf – und das sehr erfolgreich. In der 32-jährigen Geschichte des Tennisturniers war keine Spielerin erfolgreicher als sie. Achtmal stand die Münsteranerin im Finale, viermal gewann sie die DTH Open. Zuletzt vor einem Jahr, als Kruse im Finale die DTH-Open-Siegerin von 2012, Imke Küsgen (Ratingen), mit 2:0 Sätzen (6:4, 6:4) besiegte und das Turnier ohne Satzverlust gewann. Dass die deutsche Ü35-Meisterin, die 2017 bei der Ü35-WM in Südafrika im Einzel Bronze und im Doppel Gold gewann und im Februar vom Westfälischen Tennisverband als Spielerin des Jahres ausgezeichnet wurde, auch bei der 32. Auflage der DTH Open zum engsten Favoritenkreis zählt, versteht sich fast von selbst.

Auch beim Herrenturnier ist der Titelverteidiger am Start: der DTH-Open-Rekordchampion Christopher Koderisch vom TC Blau-Weiß Halle. Der 33-Jährige hat im Vorjahr das Finale mit 6:4 und 6:2 gegen Nikolas Walterscheid-Tukic (Troisdorf) gewonnen – nach 2004, 2008, 2011 und 2014 zum fünften Mal. Aber noch nie ist ihm das Kunststück gelungen, bei den DTH-Open seinen Titel zu verteidigen: „Als 20-Jähriger habe ich hier zum ersten Mal gewonnen, vielleicht schaffe ich es ja auch noch mal mit 40 Jahren.“

Nicht ausgeschlossen, dass es nach zehn Jahren eine Neuauflage des 2008er Endspiels gibt: Denn nach langer Zeit schlägt auch der zweifache DTH-Open-Sieger Stefan Seifert (Oldenburger TeV), der 2006 und 2007 triumphierte und insgesamt fünfmal im Endspiel stand, in Hameln wieder auf.

Im Jahr 2008 standen Koderisch und Seifert, der damals im zweiten Satz verletzt aufgeben musste, gemeinsam im Finale. Und auch 2018 zählen beide zu den Top-Favoriten: Seifert, aktuell die Nummer 47 der deutschen Rangliste, ist an Position eins gesetzt – vor Torben Otto (TSV Havelse) und Koderisch. Als Geheimfavorit hat Kiel den Alfelder Daniel de Jonge, Position fünf der Setzliste, auf der Rechnung. Von den Lokalmatadoren traut der DTH-Pressesprecher Marcel Baenisch einiges zu: „Marcel ist zurzeit richtig gut drauf. Vor zwei Jahren hat er es schon einmal bis ins Viertelfinale geschafft. Wenn er bei der Auslosung etwas Glück hat, ist das wieder möglich“, so Kiel. Mit dem 16-jährigen Nils Moldehn, eines der größten Tennistalente seines Jahrgangs in Niedersachsen, Lukas Lemke und Daniel Weigelt hat der DT Hameln beim eigenen Turnier drei weitere Eisen im Feuer.

Information

DTH Open auf einen Blick

Termine: Gespielt wird vom 19. bis 22. Juli 2018 auf zehn Plätzen der DTH-Anlage am Tönebönweg. Am Donnerstag (15 Uhr) startet die 32. Auflage des Traditionsturniers mit der Qualifikation bei den Herren und Damen. Am Freitag und Samstag geht es jeweils ab 10 Uhr um Spiel, Satz und Sieg. Die beiden Finalpartien finden am Sonntag um 12 Uhr (Damen) und 14 Uhr (Herren) statt.

Konkurrenzen: Gespielt wird sowohl bei den Damen als auch bei den Herren in einem 32er-Hauptfeld mit K.o.-System (und Nebenrunde). Beim Ablauf der Meldefrist am Dienstag hatten sich 41 Damen und 42 Herren in die Turnierlisten eingetragen.

Preisgeld: Wie im Vorjahr sind auch diesmal wieder Preisgelder in Höhe von insgesamt 6000 Euro (3000 Euro Herren/3000 Euro Damen) ausgeschrieben. Der Sieg wird mit 1200 Euro belohnt, die Zweitplatzierten dürfen sich über 550 Euro freuen.

Lokalmatadoren: Im Hauptfeld der Herren haben die DTHer Marcel Baenisch, Nils Moldehn und Daniel Weigelt ihren Platz ebenso sicher wie Youngster Lukas Lemke, der von der Turnierleitung mit einer Wildcard belohnt wurde. In der Qualifikation will sich Vereinskollege Felix Giesberts behaupten. Als Außenseiter schlagen jedoch Renat Bercheev, Alexander Stumpf, Julius Kock, Mike Sadlau, Leonhard Stumpf, Jonas Schnörch und Shahvez Choudhry (TC Bad Pyrmont) auf. Gleiches gilt bei den Damen für Laura Beye, Kristina Lemke, Marie Weihe (DTH) und Julia Hesenkamp (Hamelner TC).


Turnierleitung: Die liegt auch diesmal wieder in den bewährten Händen von Dr. Axel Rojczyk und Markus Rosensky. Als Oberschiedsrichterin ist erneut Sybille Schillig im Einsatz.

Die ersten Sieger: Lang, lang ist‘s her! Bei der DTH Open-Premiere gewannen 1987 mit Claudia Steinmeyer und André Torggler zwei lokale Tennisgrößen. Ein Jahr später machte Torggler sogar das Double perfekt.



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