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Auf Halvestorf warten 17 Punktspiele / Bertram kehrt zurück

Die Hammer-Rückrunde ist Fehrmanns Dilemma

Fußball. Das Dilemma am Piepenbusch feiert sein Déjà-vu. Wieder fünf Spielausfälle in Serie und die Gewissheit, dass der Wettergott noch immer kein Halvestorfer ist, lassen Trainer Ralf Fehrmann ernsthaft um die hochgesteckten Saisonziele bangen. Dabei sollte doch im dritten Versuch endlich die Rückkehr in die Bezirksoberliga perfekt gemacht werden. Doch wie es aussieht, strahlen die Fußball-Sterne momentan noch in eine ganz andere Richtung.

veröffentlicht am 15.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Das wird für uns erneut eine absolute Hammer-Rückrunde, aber wir müssen und werden das Ding durchziehen. Jammern bringt doch nichts“, will sich der leidgeprüfte Coach nicht mehr unnötig aufregen. Stress hat der 46-Jährige nach der Winterpause, die für sein Team bereits am 7. Februar mit dem Duell bei Tündern II enden soll, im neuen Jahr schließlich noch genug. Bis zum offiziellen Saisonende in der Bezirksliga am 30. Mai darf die SSG noch 17 Punktspiele bestreiten – und quasi als kleine Zugabe auch mindestens noch das Pokal-Viertelfinale am 5. April beim SV Gehrden.

„Das geht gehörig an die Substanz. Ich kann nur hoffen, dass wir dieses Mammutprogramm unbeschadet überstehen und sich keiner verletzt oder wir uns rote Karten einhandeln. Sonst wird es ganz eng“, orakelt Ralf Fehrmann. Schließlich hat er nur einen Kader von 18 Spielern. Doch mit nur mal eben spielen ist es nicht getan, vielmehr müssen die Halvestorfer ihre Begegnungen auch gewinnen. Aber sollte der momentane Tabellendritte (28 Punkte/13 Spiele) tatsächlich eine grandiose Aufholjagd hinlegen und Spitzenreiter TSV Barsinghausen (41/18) noch abfangen, selbst dann wäre der erhoffte Aufstieg noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Dann ginge der ganze Zirkus praktisch noch einmal von vorne los, denn erstmals führt der NFV eine Aufstiegsrunde (Modus noch offen) mit den Titelträgern der vier Bezirksliga-Staffeln aus dem Raum Hannover durch. Nur zwei davon rücken in die 6. Liga auf. „Darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn es soweit sein sollte“, hält Fehrmann den Ball notgedrungen noch flach. Seine Konzentration gilt vorerst dem Trainingsauftakt am 11. Januar, wo er mit Björn Bertram vom VfB Hemeringen auch einen Neuzugang begrüßen kann. Der routinierte Mittelfeldspieler, der schon einmal am Piepenbusch wirkte, soll vorrangig im defensiven Bereich eingesetzt werden. „Er wird uns mit seiner Zweikampfstärke weiterhelfen“, ist sich der SSG-Trainer sicher.

Weitere Verpflichtungen soll es in der Winterpause allerdings – auch aus finanziellen Gründen – nicht geben, obwohl mit Torjäger Soner Aslan ein Leistungsträger seine Zelte beim Bezirkspokalsieger abgebrochen hat. Der Torjäger wird bekanntlich mit dem SV Lachem-Haverbeck und Preußen Hameln 07 in Verbindung gemacht.

Damit die SSG Halvestorf körperlich topfit in die schwere Rückrunde gehen kann, wurde eine Kooperation mit der M&I-Fachklinik in Bad Pyrmont eingegangen. „Die Möglichkeiten dort sind für uns eine sehr gute Alternative, im Winter noch spezieller zu trainieren“, so Fehrmann.

Ob es tatsächlich was gebracht hat, wird er allerdings bestenfalls Ende Mai wissen. Solange liegt auch seine mögliche Vertragsverlängerung in Halvestorf noch auf Eis.

Nachdenklicher Blick: Trainer Ralf Fehrmann muss ernsthaft um seine Saisonziele beim Bezirksligisten SSG Halvestorf bangen. 17 Punktspiele und mindestens noch ein Pokalspiel stehen nach der Winterpause noch auf dem strammen Programm.

Foto: rhs



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