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Nur noch fünf Spiele: Jetzt wird es eng für 07 / Konkurrenz holt auf / Sonntag wartet VfB Oldenburg

Die Formkurve der Preußen zeigt nach unten

Von Roland Giehr

veröffentlicht am 22.04.2010 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

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Fußball. Die Luft wird langsam dünner – Trainer Kai Oswald und seine Preußen spüren den Atem der Oberliga-Konkurrenz immer heftiger im Nacken. Bange Blicke nach hinten sind jetzt fast zwangsläufig auf der Tagesordnung, denn hinsichtlich der direkten Qualifikation für die eingleisige 5. Liga kann es noch einmal richtig eng werden für den ranghöchsten Klub im Kreisgebiet.

Selbst das Erreichen der Relegationsrunde mit den vier Bezirksoberliga-Meistern und dem jeweils Neunten und Zehnten der beiden Oberliga-Staffeln West und Ost ist bei nur noch fünf Spielen längst nicht gesichert. „Wir haben uns wohl zu lange an der guten Tabellensituation erfreut und in fataler Selbstzufriedenheit geübt“, betreibt Trainer Kai Oswald Ursachenforschung. Trübsal blasen wäre allerdings fehl am Platze, denn noch haben es die Preußen sportlich selbst in der Hand. An ein Happy End glaubt auch Oswald: „Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Trotz einer Formkurve, die in der Rückserie nach unten zeigt. Kapitän Bastian Stellmacher und seine Gefährten sammelten in elf Spielen gerade mal zehn Zähler und brachten auch nur neun Treffer zustande. „Die beiden Niederlagen gegen SV Bavenstedt und in Oythe wurmen mich am meisten. Diese Punkte fehlen uns jetzt“, weiß der Preußen-Trainer.

Auch dass der augenblickliche siebte Tabellenplatz (35 Punkte) schnell wackeln kann, wenn die direkten Konkurrenten aus Ramlingen (23 Spiele/30 Punkte), Bad Rothenfelde (23/29), Meppen (23/28) und Langenhagen (23/26) ihre Nachholspiele gewinnen und zudem auch ihr normales Programm entsprechend erfolgreich gestalten. Geht man von einer durchaus möglichen Hamelner Niederlage am Sonntag (15 Uhr) beim Spitzenteam VfB Oldenburg aus, blieben den Mannen um Torjäger Benjamin Belka lediglich vier Parien, in denen die zehn Punkte, die laut Oswalds Hochrechnung noch nötig für den Klassenerhalt sind, eingefahren werden können.

07-Trainer Kai Oswald.  Foto: nls
  • 07-Trainer Kai Oswald. Foto: nls

Der Spielplan meint es jedenfalls nicht schlecht mit den Preußen, denn mit Bad Rothenfelde (30. April), Meppen (7. Mai) und Ramlingen (29. Mai) müssen ausgerechnet die drei härtesten Konkurrenten noch im Weserberglandstadion antreten. Außerdem gastiert die Oswald-Elf noch beim VfL Osnabrück II (22. Mai). „In diesen Partien müssen wir alles klarmachen. Denn sollten wir wider Erwarten am Ende doch in die Relegation müssen, sehe ich ein wenig schwarz. Drei Spiele in einer Woche sind mit unserem kleinen Kader wohl nicht zu packen“, rechnet sich der 38-Jährige 07-Coach im Falle eines Falles nicht viel aus. Derweil stehen auch die Termine für die Oberliga-Relegationsrunde fest. Gespielt wird am 6. Juni (Sonntag), 9. Juni (Mittwoch) und 12. Juni (Samstag) in zwei Gruppen. In der Gruppe I treffen die Meister aus dem Bezirk Braunschweig und Lüneburg auf den Neunten der Oberliga Ost und Zehnten der Weststaffel. In der Gruppe II treten die beiden Meister aus Hannover und Weser-Ems gegen den Neunten aus der Oberliga West und den Zehnten aus der Oststaffel an. Den Sprung in die eingleisige 5. Liga schaffen die beiden bestplatzierten Mannschaften der jeweiligen Gruppen.

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