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Hamelns Ex-Trainer Gislason, Hasanefendic und Biegler noch immer dick im Geschäft

Die Dauerbrenner

Hameln. Der Lack ist lange ab, der Glanz verblasst – Bundesliga-Handball gibt es in Hameln seit fast 13 Jahren nur noch im TV. Aber gerade in der Flimmerkiste lebt die glorreiche Historie des VfL Hameln fast zwangsläufig immer wieder mal auf. Sehr zur Freude aller Nostalgiker. Denn wenn plötzlich die Protagonisten von einst ins Bild gesetzt werden, kommt doch schon ein bisschen Wehmut auf. Auch wenn mit Alfred Gislason, Sead Hasanefendic und Michael Biegler nur noch drei ehemalige Trainer im Geschäft sind. Das Dauerbrenner-Trio hat aber kurioserweise erst nach seiner Amtszeit in Hameln so richtig an der Erfolgsschraube gedreht und nationale und internationale Handball-Geschichte geschrieben.

veröffentlicht am 14.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Allen voran Gislason. Mit dem VfL bei seiner ersten Trainerstation in Deutschland noch kläglich aus der 1. Liga abgestiegen, machte er bei seinem zweiten Job in Magdeburg gleich sein Meisterstück. Und ganz nebenbei gewann er mit dem ostdeutschen Traditionsklub auch noch die Champions League. Nach der Wende bis heute der größte Triumph des SCM. Tja, und die derzeitige Erfolgsstory des Isländers beim THW Kiel ist kaum noch in Worte zu fassen. Fünf Meistertitel, zwei weitere Triumphe in der Champions League und vier DHB-Pokalsiege pflastern hier bereits den Weg von „Alfred dem Großen“. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Schade, dass es in Hameln nicht so geklappt hat, werden nun viele Handballfans von einst denken.

Trifft aber auch irgendwie auf Sead Hasanefendic zu. Der wurde zwar 1994 sensationell mit dem VfL deutscher Vizemeister, verließ den personell gebeutelten Klub dann aber als „Kapitän ohne Schiff“ und fand auch erst in der Fremde sein sportliches Glück wieder. So gewann der Weltenbummler aus Novi Sad mit dem VfL Gummersbach den EHF-Pokal und zweimal den Europapokal der Pokalsieger. Als Nationaltrainer Tunesiens wurde er zudem Afrikameister. Nun ist der 66-Jährige wieder ganz in der Nähe von Hameln gelandet. Als Nachfolger des geschassten Dirk Beuchler soll er den TuS Nettelstedt-Lübbecke vor dem drohenden Abstieg aus der Bundesliga retten.

Wieder zurück auf der Bundesliga-Bühne ist auch Michael Biegler. Ab Sommer übernimmt der Hamelner Aufstiegstrainer von 2000 die Geschicke beim HSV Hamburg und soll die zuletzt im Niemandsland versunkenen Hanseaten wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Mit der polnischen Nationalmannschaft ist das dem 54-Jährigen längst gelungen. Bei der WM in Katar erreichte Biegler Platz vier.

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Ab Sommer HSV-Trainer: Polens Coach Michael Biegler. dpa


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