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Handball: JSG Weserbergland geht mit 25 Teams, neuem Outfit und großen Zielen in die Saison

Die blaue Wand

HAMELN. Einkleidung bei der JSG Weserbergland – das war ja fast so, als wenn Deutschlands Spitzensportler für die Olympischen Spiele ausgestattet werden.

veröffentlicht am 23.08.2017 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 23.08.2017 um 16:50 Uhr

Fototermin mit Modenschau – den ließ sich von den Spielern, Spielerinnen, Trainern und Betreuern der JSG Weserbergland kaum jemand nehmen. Foto: JSG Weserbergland
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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„Die blaue Wand“ nannte Handball-Chef Stephan Kutschera das riesige Aufgebot der aus den Vereinen VfL Hameln, TSG Emmerthal und MTV Rohrsen hervorgegangenen Jugendspielgemeinschaft, als der Fotograf in der neuen Sporthalle Nord zum „Shooting“ bat. Und der hatte reichlich Mühe, die fast 300 Nachwuchs-Handballer gemeinsam und vor allem nach der Ansage „Blick zu mir“ auf die Linse zu bekommen. Doch bekanntlich heißt es ja nicht umsonst „in der Ruhe liegt die Kraft“.

Einige Altmeister der TSG hätten zwar lieber ihre Traditionsfarben Grün und Weiß gesehen, doch für Kutschera war das kein Thema. Blaues Trikot, schwarze Hose, dazu auch gleich noch das passende Sweatshirt und alles ohne große Diskussion. Von den Minis – auch wenn bei einigen der Jüngsten die Sporthose noch deutlich mehr als Knielänge vorweist – bis zu den Teams der A-Jugendlichen geht die JSG in die zweite Saison.

Nicht nur im neuen Outfit, sondern auch mit klaren Zielen und mit insgesamt 25 Mannschaften. „In Niedersachsen hat wohl kein Verein mehr Teams im Spielbetrieb als die JSG“, klärte er schon vor dem Saisonstart auf. Klar, dass hier nicht nur der Breitensport, sondern der Leistungshandball im Vordergrund steht. Vor allem in den Altersklassen der A-, B- und C-Jugendlichen. „Da wollen wir in den höchsten Spielklassen Niedersachsens schon mitmischen“, sagte Kutschera.

Qualifiziert für die Oberliga haben sich bereits die C-Junioren. Und die lernen das Bundesland auch gleich geografisch bestens kennen. Denn die Auswärtstouren gehen diesmal bis nach Wilhelmshaven und Aurich. In der Oberliga-Vorrunde hegen immerhin drei weitere JSG-Teams Hoffnung, in die Finalrunde einziehen zu können. „Mal sehen, wie die A-Junioren aus den Startlöchern kommen.“ Der von Marc Siegesmund trainierten Formation traut der Handball-Chef am ehestens den Sprung in die Topliga zu. „Aber wenn sie das tatsächlich schaffen sollten, müssen sie schon in der Vorrunde topfit sein.“ Deutlich komplizierter dürfte die Aufgabe für die von Roland Schwörer gecoachten B-Junioren werden. Denn die treffen bereits in der Vorrunde auf den TSV Burgdorf und Eintracht Hildesheim. „Die spielen einfach in einer anderen Liga“, stellte Schwörer bereits bei der 19:29-Auftaktniederlage in Hildesheim fest.

Recht bescheiden geben sich die C-Mädchen, denn bei denen heißt das Motto in dieser Saison lediglich „Wir wollen lernen“. Auch weil Stephan Kutschera, der den Mädels weiterhin die handballerischen Grundzüge und Sachen Technik und Taktik beizubringen versucht, mit einer fast komplett neuformierten und stark verjüngten Mannschaft in die Saison 2017/18 geht. Immerhin, bei der 19:26-Auftaktniederlage gegen die HSG Schaumburg-Nord sah er gute Ansätze, und es lief gar nicht so schlecht ...

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