weather-image
14°
Nur der HSC Tündern hegt im Kampf um den Klassenerhalt keine Hoffnung / Oberliga-Neuordnung sorgt für Unruhe

Die 6. Liga rätselt: Abstiegsregelung bietet 16 Varianten

Fußball. Jetzt ist es wieder da: das große Rätselraten. Dafür sorgt in der Bezirksoberliga die Auf- und Abstiegsregelung. Die Neuordnung der Oberliga Niedersachsen für die Spielzeit 2010/11 beschert den Vereinen der sechsten Liga in den kommenden Monaten reichlich Unruhe, denn die Zahl der Absteiger kann sich in der sechsten Liga durchaus von vier auf sechs Mannschaften erhöhen. Hoffnungslos ist bereits jetzt die Situation für Schlusslicht HSC BW Tündern. Mit mageren zwei Pünktchen plant man bei den Schwalben für einen Neustart in der Bezirksliga, denn an ein Wunder im Abstiegskampf glaubt am Lawerweg selbst der neue Trainer Jörn Waczynski nicht mehr. Mit 20 Punkten Rückstand ist für seine Mannschaft das rettende Ufer längst aus dem Blickfeld verschwunden.

veröffentlicht am 08.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Weg vom Fenster: Für Alexander Liebegott und Schlusslicht HSC BW
Klaus Frye

Autor

Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Thorsten Schuschel, Spielausschuss-Vorsitzender des Bezirks Hannover, hat alle Möglichkeiten des Abstiegskampfes durchgespielt und ist zu einem respektablen Ergebnis gekommen. Gleich 16 mögliche Varianten hat er nicht nur für die Vereine der Bezirksoberliga, sondern auch für die Aufstiegsaspiranten der vier Bezirksligen durchgespielt. Denn für die vier Staffelsieger bedeutet Platz eins am Ende der Saison nicht gleich Aufstieg. Der ist nur sicher, wenn aus den beiden Oberligen lediglich zwei Mannschaften den Weg zurück in den Bezirk antreten müssen. Das scheint nach Stand der Dinge momentan aber kaum realistisch zu sein.

Schon bei drei Oberliga-Absteigern und dem Nichtaufstieg des Bezirksmeisters – momentan rangiert Arminia Hannover auf dem Spitzenplatz – würde sich für die Staffelbesten der vier Bezirksligen das Aufstiegskarussell kräftig drehen. Nach aktuellem Stand der Dinge machen sich der ASC Nienburg, OSV Hannover, TSV Pattensen und der TSV Barsinghausen größte Hoffnungen. Aber auch die SSG Halvestorf rechnet sich noch beste Chancen aus, auf dem Relegationszug aufspringen zu können.

Derzeit kämpfen in der Oberliga neben dem VfL Bückeburg, der sich als Tabellenletzter wohl schon aufgegeben hat, sechs weitere Mannschaften des Bezirks Hannover in der fünften Liga mit Haken und Ösen um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Wenn tatsächlich auch Preußen Hameln 07, BSV Rehden, SV Bavenstedt, SC Langenhagen, Ramlingen-Ehlershausen und der VfV Hildesheim, der in der Staffel Ost um den Klassenerhalt bangt, den Weg in die Bezirksoberliga antreten müssen, könnte hier der sportliche „Super-Gau“ folgen. Im Klartext: sechs Absteiger, nur zwei Aufsteiger und eine Aufstockung auf 19 Mannschaften, wenn der Bezirksmeister im Aufstiegskampf zur Oberliga mit leeren Händen dastehen sollte.

Das Auf- und Abstiegsdrama beginnt schon, wenn tatsächlich fünf Oberligisten den Klassenerhalt nicht packen. Dann ist für mindestens fünf Teams – bei Nichtaufstieg des Bezirksmeisters sogar für sechs – der bittere Abstieg in die Bezirksliga Fakt, und nur für drei Staffelsieger der Bezirksligen werden Plätze frei. Bei sechs Oberliga-Absteigern wird die Luft für die Bezirksligameister noch dünner, dann bleiben gleich zwei Teams in der Aufstiegsrunde auf der Strecke. Alles klar ....?



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare