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VfL nur 33:33 gegen Staßfurt / Pille stark – elf Treffer

Der Traum vom Sieg platzt in den Schlusssekunden

Handball (hjk). Trainer Hajo Wulff war am Spielfeldrand 60 Minuten lang lautstark als „Einpeitscher“ unterwegs, doch der Befreiungsschlag seiner Mannschaft blieb aus. Der VfL Hameln musste sich im Kellerduell der Regionalliga vor 400 Zuschauern mit einem 33:33 (13:17) gegen den Tabellenletzten SV Concordia Staßfurt begnügen. Nach dem fünften Remis im 17. Spiel stecken die Hamelner weiter tief im Tabellenkeller.

veröffentlicht am 01.02.2009 um 20:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:41 Uhr

Mit dem Unentschieden konnte letztlich keiner so richtig was anfangen. „Das war zu wenig, weil wir den Rückstand auf Hameln nicht verkürzen konnten“, monierte Staßfurts Trainer René Linkohr mit finsterer Miene. Der Ausgleichstreffer für die Ostdeutschen durch David Stolze fiel 40 Sekunden vor der Schlusssirene. Kurz zuvor hatte Heiko Heemann das 33:32 für den VfL besorgt.

„Über die gesamte Spielzeit gesehen waren wir die bessere Mannschaft und hätten den Sieg verdient gehabt“, bilanzierte Wulff nach einer Begegnung, die von der Spannung lebte. Einen Schönheitspreis gab es nicht zu verteilen. Dafür war die Fehlerquote zu hoch. Eine starke Partie machte der im linken Rückraum kess aufspielende Jannis Pille. Der 19-Jährige avancierte mit elf Treffern zum besten Werfer auf dem Parkett. „So habe ich mir das vorgestellt“, lobte auch Wulf seinen Youngster. Sehr schwach agierte dagegen in der ersten Halbzeit, die fast schon sensationell mit 17:13 an Staßfurt ging, die Deckung.

Rach und Raddatz

sehen die Rote Karte

Die SV-Shooter Matthias Gerlich (7 Tore) und Oliver Jakobi (9/1) bekam der VfL nicht in den Griff. Das wurde später dank einer offensiveren und aggressiveren Abwehrarbeit besser. Obwohl der nur mit einem Minikader angereiste Tabellenletzte keinesfalls überragend spielte und Milan Weißbruch aufgrund eines Fingerbruchs frühzeitig ausfiel, bekamen Oliver Glatz (verballerte zwei Siebenmeter) und Co. den Gegner nie in den Griff. Auch eine 30:27- und 32:29-Führung (56.) in der Schlussphase brachte keine Sicherheit in die Aktionen.

Zudem spielten die kleinlich pfeifenden Schiedsrichter Huß/Kriener (TuS Bothfeld) den Akteuren beider Teams mit einer Zeitstrafen-Flut und vielen fragwürdigen Entscheidungen so manchen Streich. Nach der dritten Hinausstellung war für Staßfurts Eike Rach (45.) die Partie ebenso vorzeitig zu Ende wie für VfL-Spielmacher Christian Raddatz, der zweieinhalb Minuten vor Spielende bei einer 32:30-Führung „Rot“ sah. Ein folgenschwerer Platzverweis, denn in Unterzahl fingen sich die Hamelner gleich zwei Gegentore ein. Aus war’s mit dem Traum vom fünften Sieg.

VfL Hameln: Rosenthal (ab 26. Treuthardt) - Glatz (6/2), Heemann (5), Pille (11), Kanngiesser, Hylmar (4), Raddatz (4/1), Staniszewski (3), Treutler, Emmel.

Auf der Suche nach einem Nebenmann: VfL-Kapitän Glatz. Links

die Staßfurter Wartmann

und Rach.

Foto: nls



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