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Franz-Josef Hasse: Nach 53 Jahren wehmütiger Abschied von der Fußball-Bühne

Der „Meister des Übersteigers“ geht

Fußball (kf). Eigentlich heißt er Franz-Josef, doch alle kennen ihn nur als „Siggi“. Gemeint ist Siggi Hasse, 59-jähriges Urgestein der Lügder Fußball-Szene, der aber auch auf fast allen Hameln-Pyrmonter Sportplätzen bestens bekannt ist. Nach 53 Jahren als Spieler und Trainer endet am Sonntag eine Karriere, die 1956 in Lügde begann. Zum letzten Mal sitzt er morgen (15 Uhr) beim A-Ligisten TSV Sabbenhausen, den er sieben Jahre trainierte, gegen Meister FC Augustdorf auf der Bank. „Bestimmt mit ein bißchen Wehmut“, ahnt er vor dem letzten Auftritt.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

Siggi Hasse: Am Sonntag zum letzten Mal auf der Trainerbank

Begonnen hat alles in der Lügder Emmer-Kampfbahn, wo er schon als Sechsjähriger hinter den Ball trat. Als Schüler spielte er schon in der Kreisauswahl. Ein Spiel hat er noch heute in bester Erinnerung: Als 13-jähriger, die Bundesliga hatte gerade Premiere, lief er im legendären Dortmunder Stadion „Rote Erde“ im Trikot der Westfalen-Auswahl aus. „Eine tolle und einmalige Sache, und nach uns spielte Borussia gegen München 1860.“ Auch sein Spitzname Siggi steht in Verbindung mit den Borussen. „Siggi Held beherrschte einen sehenswerten Übersteiger, und den habe ich mir schnell abgeschaut. Von da an hieß ich nur noch Siggi“, lautet die plausible Erklärung.

Nach seinen aktiven Jahren als Bezirks- und Landesligaspieler in Lügde, Elbrinxen und Lothe stieg er mit 31 Jahren ins Trainergeschäft ein. Zunächst als Spielertrainer in Falkenhagen und Lügde, dann wechselte er als Coach zum Bezirksligisten TSG Emmerthal über die Landesgrenze. „Diese Jahre möchte ich nicht missen. Da hatte ich ein tolles Team mit Spielern wie Dirk Arnke, Dirk Brockmann und natürlich Torjäger Michael Wilson.“ Über Schwalenberg, Blomberg, Schieder, Schwalenberg/Lothe führte der Weg nach Sabbenhausen, wo sich der Kreis nun schließt.

Als Altherren- und Altligaspieler ist er den Lügdern, die seit Jahren eine Spielgemeinschaft mit Sabbenhausen bilden, treu geblieben. Selbst Hamelns Baudezernent Eckhard Koss, Ex-Profi von Arminia Hannover, konnte ihn vor Jahren nicht überzeugen, zum Altliga-Abonnementsmeister TSV Klein Berkel zu wechseln.



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