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Witkop nimmt Abschied vom Handball

Der Mann für schwierige Fälle

Handball. 60 Jahre sind genug – Hartmut Witkop verabschiedete sich zum Ende der Saison 2009/10 nicht nur als eines der letzten Urgesteine aus der heimischen Handball-Szene, sondern auch als „Mann für Recht und Ordnung“ aus der Führungsetage des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN). Leichtgefallen ist ihm nach sechs Jahrzehnten, die sich sportlich immer rund um den Handball drehten, der Abschied nicht. „Doch es war genau der richtige Zeitpunkt, um Tschüss zu sagen“, ist sich Witkop sicher. Vor allem seine Jahre als Beisitzer und Vorsitzender des Verbandssportgerichts des HVN möchte er nicht missen: „Oft war es zeit- und arbeitsintensiv. Doch Spaß hat mir die Aufgabe immer gemacht.“ In den mehr als 20 Jahren, in denen sich der Hamelner auch schon auf Kreis- und Bezirksebene mit Recht und Ordnung rund um den Handball beschäftigte, gab es immer wieder komplizierte Fälle, oft auch mit schwieriger Beweislage. „Denn hinterher wollte es oft niemand gewesen sein. Egal, ob es sich um Betrug, Urkunden- und Passfälschungen oder Schlägereien auf und am Spielfeld handelte.“ Zweimal gingen brisante Fälle sogar bis vor das höchste Sportgericht des Deutschen Handball-Bundes. „Vor dem höchsten Gremium habe ich immerhin ein Unentschieden erreicht“, erinnert sich Hartmut Witkop gern zurück.

veröffentlicht am 16.07.2010 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Bereits 1946 trat er als Achtjähriger dem TC Hameln bei. Seit 1950 spielt er beim Handball eine Hauptrolle. Mit dem Großfeld – Hallenhandball war (noch) kein Thema – verbinden ihn beste Erinnerungen. „Unvergessen bleibt für mich das Spiel mit der Hamelner Stadtauswahl 1957 in Ost-Berlin. Aber auch die Kreisduelle gegen den VfL, Emmerthal oder TuS Bad Pyrmont sorgten immer für Spannung“, weiß Witkop, der bis 1980 als Spieler aktiv war. Erfolge hatte er danach nicht nur als immer souverän auftretender Schiedsrichter, sondern auch als Trainer. Später stieg er in der Oberliga beim VfL Hameln II für einige Jahre als Manager ein. Als sein Sohn Malte die Bundesliga-Reserve des VfL trainierte, war er das ideale Bindeglied zwischen Ober- und Bundesliga. Jetzt ist aber Schluss für Hartmut Witkop. Als Funktionär oder Trainer zog er sich zurück, doch als kritischen Zuschauer wird man ihn weiterhin in den Hallen sehen.



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