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Braunschweigs Trainer Volker Mudrow freut sich auf das Spiel gegen den VfL Hameln

Der Mann der „schnellen Mitte“

Braunschweig. Der VfL Hameln war für ihn vor fast 14 Jahren das Sprungbrett in die große Welt der Handball-Trainer. Am Samstag kommt Volker Mudrow zurück an die Weser. Als Trainer des Oberligisten MTV Braunschweig, mit dem er zuletzt in der Verbandsliga durchmarschierte und jetzt auch in der 4. Liga nach vier Spieltagen ungeschlagen die Tabellenspitze im Griff hat.

veröffentlicht am 30.09.2015 um 15:40 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Hameln hat Mudrow, der auch als Spieler in der großen und erfolgreichen Zeit des VfL wirbelte, in bester Erinnerung. Zwar nicht die Sporthalle in Afferde, in der am Samstag gespielt wird, sondern die Rattenfänger-Halle. Hier löste er im November 2001 auch Nicola Beslac als Bundesliga-Coach ab. Den Abstieg konnte er im Frühjahr 2002 zwar nicht verhindern, aber immerhin war er in die Gilde der großen deutschen Trainer aufgenommen worden. Der TBV Lemgo war hellhörig geworden und holte „Mu“, wie ihn seine Spieler nannten, ins Lipperland. Ein Glücksfall für beide Seiten. Mudrow und die Lemgoer – damals mit dem 1998 zum Welthandballer gekürten Daniel Stephan in ihren Reihen – erlebten die erfolgreichste Zeit.

Deutscher Meister 2003, DHB-Supercup 2003, EHF-Pokalsieger 2006 und 2009 – davon schwärmen die Lipper heute noch. Mit der „schnellen Mitte“ sorgte Mudrow, den man als Erfinder dieser Power-Variante bezeichnet, in seiner ersten Saison als Bundesliga-Trainer für Furore. Das beherrschten die Lemgoer damals wie keine zweite Mannschaft in Deutschlands Eliteliga. 62:6 Punkte drückten am Ende des Meisterjahres die Überlegenheit der Mudrow-Schützlinge deutlich aus. Und genau diese „schnelle Mitte“, die längst in allen Vereinen zur Pflichtaufgabe geworden ist, spielen auch seine Braunschweiger Jungs wie kaum ein zweites Team in der Oberliga. Tempo machen über 60 Minuten, so hat Mudrow seine Truppe schon in der Verbandsliga eingestellt. Und genauso wird der MTV am Samstag auch seinen Ex-Verein unter Druck setzen. Zwar würde der 19-fache Ex-Nationalspieler lieber in der Rattenfänger-Halle spielen, doch Afferde ist ihm ebenso recht. Egal, wo der Handball fliegt, Volker Mudrow will an seiner alten Wirkungsstätte nicht leer ausgehen.

Die großen Verbindungen Richtung VfL Hameln bestehen bei dem gebürtigen Braunschweiger nicht mehr. Die Mannschaft, die er von November 2001 bis Mai 2002 unter seinen Fittichen hatte, ist fast in alle Himmelsrichtungen aus-einandergebrochen. Doch auf das Spiel in Afferde freut er sich trotzdem, denn mit Oliver Glatz und Dominik Niemeyer sind beim VfL zwei Spieler dabei, die während seiner Trainerzeit auf dem Sprung in die erste Garnitur waren: „Die hatten Perspektive und gehörten bei mir bereits zum erweiterten Kader.“



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