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Fußball: Torjäger Christopher Loges muss erfolgreiche Karriere beenden

Der Kanonier geht in Rente

veröffentlicht am 17.10.2016 um 16:39 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Schon seit dem Frühjahr quält sich der einstige Torjäger der SpVgg. Bad Pyrmont, für die er in fünf Spielzeiten immerhin mehr als 100 Tore erzielte, mit Schmerzen herum.

Der Grund dafür blieb lange Zeit ungeklärt, und besser wurde es auch nicht. Bis auf den einstündigen Versuch im Bezirkspokalspiel bei Eintracht Afferde, wo er sich zum letzten Mal in die Torschützenliste eintragen konnte, blieben das blaue Germanen-Trikot und die Fußballschuhe in dieser Saison stets im Schrank. Ein schmerzfreier Kick war einfach unmöglich. Und das ist natürlich keine Lösung für einen Vollblutfußballer, der seit den F-Junioren dem runden Leder nachjagt. Deshalb war eine MRT-Untersuchung, die Anfang September folgte, fast schon überfällig. Und die sorgte endlich für Klarheit. Ein Sehnenriss löste die Schmerzen aus, und danach war es dann auch noch zu einem Bündelriss des Beugemuskels im Schussbein gekommen.

Das Problem war also gefunden, allein die Lösung blieb weiterhin offen. Die folgte bereits zwei Wochen später. „Gute Freunde...“ lobte Franz Beckenbauer musikalisch bereits vor 50 Jahren, und genau die besorgten dem 32-Jährigen auf die Schnelle einen Termin in der Sportklinik Hellersen. Die Worte des zuständige Orthopäden, die er nach Untersuchungen im Siegerland hörte, hat Loges noch in bester Erinnerung: „Das war‘s dann wohl. Sie sind fast 33 Jahre alt, da rate ich von einer Operation einfach ab.“ Die Entscheidung, diese für einen Fußballer eher niederschmetternde Diagnose zu akzeptieren, fiel dem Torgaranten gewiss nicht einfach: „Da musste ich doch erst einmal zwei, drei Nächte drüber schlafen.“

Loges im Germanen-Trikot. awa

Dann lief alles schnell – der Nagel wurde in die Wand geschlagen, die geliebten Töppen drangehängt.

Sportlich gönnt sich Christopher Loges erst einmal eine Pause: „Wenn im Oberschenkel alles wieder halbwegs im Lot ist, werde ich wieder mal locker mit Laufen beginnen.“ Und bei Germania steht der Mann mit dem großen fußballerischen Erfahrungsschatz Interimstrainer Eldar Zahirovic beim Training beratend zur Seite. Dazu hält den zweifachen Familienvater die ältere seiner beiden Töchter ganz schön auf Trab: „Die hat jetzt mit dem Reiten angefangen. Da darf Papa am Dienstag beim Reitunterricht natürlich nicht fehlen.“ Aber nur zum Zuschauen, denn bei einem Fußballer liegt das Glück der Erde bestimmt nicht auf dem Rücken der Pferde.



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