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Jannis Pille gibt dem VfL Hameln Zusage bis Ende Oktober / Trainer Hennig Sohl will ihn länger binden

Der Hoffnungsträger ist wieder da

Hameln. Der Hoffnungsträger ist wieder da: Jannis Pille kehrt im Sommer vom HSV Hannover zum Handball-Oberligisten VfL Hameln zurück. Weil er aber vorerst nur bis Ende Oktober zugesagt hat, könnte es sein, dass er nach acht Spielen schon wieder weg ist. Aber Trainer Henning Sohl hofft, dass der Torjäger länger bleibt.

veröffentlicht am 07.04.2016 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:42 Uhr

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Autor:

von Klaus Frye

Die Rückkehr zum VfL Hameln ist für Jannis Pille zwar eine Herzensangelegenheit, doch der Wechsel vom Drittligisten HSV Hannover zurück zu seinem Stammverein, wo er das Fangen und Werfen schon in frühester Jugend gelernt hat, tut ihm auch ein bisschen weh. „Ich gehe bei den Hannoveranern mit einem weinenden Auge“, gab er zu, als Trainer Henning Sohl seinen künftigen Hoffnungsträger in der Sporthalle Afferde als ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit vorgestellte.

Der 27-Jährige Shooter plagt sich momentan aber noch mit einer Schulterverletzung herum. Für Sohl kein Problem. „Im Sommer, wenn die neue Saison startet, ist er wieder fit“, ist er sich sicher. Dann sieht er auch keine Probleme, wenn es um die optimale Besetzung seines Rückraum-Trios geht. Denn dort werden mit Pille und Tim Otto künftig gleich zwei Torgaranten Ansprüche auf die Königsposition stellen. Für Hamelns Coach durchaus lösbar: „Nicht nur Tim Otto ist bei uns auf allen drei Positionen variabel einsetzbar.“ Hinzu kommt, dass der Rückkehrer von der Leine erst einmal nur bis Ende Oktober seine Zusage beim VfL gegeben hat. Für Sohl soll es dennoch kein Pille–Kurztrip an die Weser werden. Er plant längerfristig mit seinem Neuzugang: „Wenn Jannis seine Masterarbeit abgeschlossen hat, hoffe ich, dass wir ihn bei seinem beruflichen Werdegang unterstützen können und er dann auch weiter für uns spielen wird.“

Seine Zeit in Hannover möchte Pille übrigens nicht missen. Schon in seiner ersten Saison ließ sein Durchbruch nicht lange auf sich warten. „Da lief es bestens. Ich habe in der Abwehr gleich eine feste Rolle gespielt.“ Auch im Angriff machte er Furore. Mit 155 Treffern warf er sich in der 3. Liga Ost auf Platz zehn der Torschützenliste. Sein Fazit für das zweite Jahr beim HSV fiel weitaus bescheidener aus: „Das war wegen meiner Verletzung eher verkorkst.“

Daniel Burghard, Hamelns zweiter Neuzugang, kommt vom Landesligisten MTV Obernkirchen. Der 112-Kilo-Mann am Kreis muss sich im Mai aber noch am Meniskus operieren lassen. „Zum Trainingsauftakt ist alles wieder gut“, gibt sich Sohl optimistisch. Und sein künftiges Kraftpaket am Kreis geht das Unternehmen Oberliga danach keinesfalls mit zitternden Knien an: „Ich muss bis dahin nur ein paar Kilo abspecken.“



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