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Preußen-Chef Roman von Alvensleben: Wir wollen ein Zeichen setzen

Der Felix Magath von Preußen: 5-Jahres-Vertrag für Kai Oswald

Fußball (aro). Das ist ungewöhnlich: Normalerweise werden Trainer nach einer 1:7-Packung gefeuert – aber Oberligist Preußen Hameln 07 macht bewusst genau das Gegenteil. „Um ein Zeichen zu setzen“, wie Preußen-Chef Roman von Alvensleben betont. Gestern Abend verlängerte Kai Oswald vorzeitig seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim Hamelner Traditionsklub um fünf Jahre – bis 2015.

veröffentlicht am 03.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

07-Chef von Alvensleben.  aro

Oswald ist laut von Alvensleben „ein erfahrener Fußball-Lehrer, der unser vollstes Vertrauen genießt“. Der Coach der Preußen wird mehr Kompetenzen bekommen. Der Verein soll unter seiner Regie semiprofessionelle Strukturen bekommen. Oswald wird sowohl als Trainer als auch als Manager für 07 tätig sein. Der 38-Jährige ist also jetzt quasi der Felix Magath von Hameln.

Nachdem die drohende Insolvenz des Vereins vorerst abgewendet werden konnte, stellte 07 mit der Vertragsverlängerung die Weichen für die Zukunft. „Die Aufbruchstimmung, die zurzeit zu spüren ist, soll kein Strohfeuer sein“, betonte von Alvensleben. Der Preußen-Chef ist sicher, „dass es für uns keinen besseren Trainer gibt“. Der Vertrag gilt nicht nur für die Oberliga. Schließlich ist der Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern. Selbst wenn 07 im schlimmsten Fall absteigen sollte, bleibt der Coach dem Klub treu. „Eine Ausstiegsklausel gibt es nicht“, macht Oswald deutlich.

Der Coach lässt durchblicken, dass es zukünftig nur noch stark leistungsbezogene Verträge für die Spieler geben wird. Darüber hinaus setzt Oswald, der eigene Talente „züchten“ will, auf den Nachwuchs. In diesem Zusammenhang sind auch engere Kooperationen mit anderen Vereinen geplant. Konkret ist aber noch nichts.

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Kapitän Ferit Tarak freute sich über die Vertragsverlängerung: „Kai ist ein Top-Trainer, der zur Mannschaft passt.“ Und Domenic Meyer gab sogar schon seine Zusage für die neue Saison.

Auch in den nächsten fünf Jahren auf dem Weg ins Weserberglandstadion: Preußen-Trainer Kai Oswald bleibt dem Oberligisten noch lange erhalten.

Foto: aro

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