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Nico Meyer: „Spikeball macht extrem viel Spaß und ist auch für Anfänger leicht zu lernen“

Der Ball muss ins Netz!

HAMELN. Es ist eine Trendsportart aus den USA, die in Deutschland noch eher unbekannt ist: Roundnet, besser bekannt als Spikeball (deutsch „Schmetterball“), wird jetzt auch beim VfL Hameln gespielt.

veröffentlicht am 27.05.2019 um 16:53 Uhr
aktualisiert am 28.05.2019 um 15:00 Uhr

Spikeball ist ihre Leidenschaft: Stefan Hölscher (l.), Thomas Roine und Nico Meyer (VfL Hameln). Foto: aro
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Was machen die den da? Das werden sich wohl einige Passanten gefragt haben, die am Samstag während der ersten „Roundnet Open“ am Sportplatz des VfL Hameln vorbeigegangen sind. Auf dem Rasen tummelten sich den ganzen Tag über fast 100 junge Leute in bunten Trikots um 24 Ringe, die mit dem in der Mitte gespannten Netz aussahen wie Mini-Trampolins. Die Spieler sprangen aber nicht darauf herum, sondern liefen wild kreuz und quer um die Ringe herum und schmetterten kleine Gummibälle ins Netz. Das Spiel, das beim Zuschauen sofort die Neugier weckt, ist eine Funsportart aus den USA: Roundnet, besser bekannt als Spikeball (deutsch „Schmetterball“). Die Idee entstand zwar schon Ende der 1980er Jahre in Amerika, aber hierzuklande ist die Sportart noch eher unbekannt.

2016 gründeten Studenten der Sporthochschule Köln den ersten Spikeball-Club in Deutschland. Seit Ende des vergangenen Jahres gibt es auch beim VfL Hameln eine Spikeball-Sparte, die nach wenigen Monaten schon rund 35 Mitglieder hat – Tendenz steigend. „Wir trainieren zweimal pro Woche. Montags in der neuen und mittwochs in der alten Sporthalle des Schiller-Gymnasiums – jeweils von 20 bis 22 Uhr“, erzählt Stefan Hölscher, der durch Zufall auf die Trendsportart aufmerksam geworden ist. „Ich habe von einer Freundin davon erfahren. Sie hat mich gefragt, ob ich nicht mal mit zum Training kommen will“, erzählt der 27 Jahre alte Hamelner, der in Köln Sport studiert. Ihm gefiel das Spiel so gut, dass er es vor zwei Jahren den Teilnehmern einer katholischen Ameland-Freizeit vorstellte. Einer davon war Nico Meyer, der zusammen mit Thomas Roine die Spikeball-Sparte beim VfL aus der Taufe gehoben hat: „Wir waren alle sofort begeistert. Spikeball macht extrem viel Spaß und ist auch für Anfänger leicht zu lernen.“ Kompliziert sind die Regeln nicht: Gespielt wird zwei gegen zwei – wie beim Beachvolleyball. Auch die Ballwechsel haben den gleichen Rhythmus: Aufschlag, Abwehr, Zuspiel, Angriff. Wie beim Beachvolleyball sind bis zu drei Ballkontakte pro Spielzug erlaubt. Berührt der Ball den Boden, gibt es einen Punkt. Wer zuerst 21 Punkte hat, gewinnt. Mit welchem Körperteil der Ball berührt wird, ist egal. Hände, Füße, Kopf – alles ist erlaubt.

Im Gegensatz zum Beachvolleyball muss der Ball allerdings nicht übers, sondern ins Netz geschlagen werden. Außerdem hat das Spielfeld keine festen Grenzen. Es gibt kein Feld, kein Aus, keine Begrenzung. „Spikeball ist ein 360-Grad-Spiel, das man quasi überall spielen kann: auf dem Rasen, am Strand, in der Sporthalle oder wo auch immer“, so Meyer. Besonders viel braucht man nicht dafür: einen Ring mit Netz, einen Ball und ein paar Freunde. Auch die Kosten halten sich in Grenzen: Ein Spikeball-Set gibt es im Handel für rund 50 Euro.

„Die Idee, in Hameln erstmals ein Turnier auszurichten, wurde 2018 bei der Europameisterschaft in London geboren, an der wir mit drei Teams teilgenommen haben“, erzählt Meyer, der es mit seinem Partner Stefan Hölscher sogar ins EM-Finale der mittleren Klasse schaffte, sich aber im Endspiel knapp in drei Sätzen geschlagen geben musste. „Wir wollten eigentlich nur ein 24er-Turnier ausrichten, es sind dann aber 47 Mannschaften geworden. Sowohl Männer- als auch Mixedteams. Sogar aus Belgien war eine Mannschaft dabei.“ Weil das Turnier zur „German Roundnet Tour“ gehört, konnten die teilnehmenden Teams auch bis zu 250 Punkte für die nationale Rangliste sammeln. Aber das Ergebnis war zweitrangig. Die Spieler hatten Spaß. Und das ist die Hauptsache.



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