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Germania Hagen ist reif für einen Spitzenplatz / Trainer Sölla hat Abwehr gezielt verstärkt

Der Angriff verbreitet Angst und Schrecken

Fußball (kf). In der vergangenen Saison waren sich (fast) alle Experten einig: TuS Germania Hagen spielt mit den schönsten Fußball in der 8. Liga. Doch Meister wurde die Mannschaft von Trainer Dirk Sölla bekanntlich nicht. Sie belegte – nach Rang drei in der Vorrunde – im Endklassement den vierten Platz. Und das hatte einen ganz einfachen Grund: Die Hagener Defensivabteilung „schluckte“ 55 Treffer – und damit deutlich zu viel. Sölla weiß also, wo er in dieser Saison den Hebel ansetzen muss – und hat reagiert. Das erst 20 Jahre alte Talent Matthias Krause (zuletzt SpVgg. Bad Pyrmont) verstärkt künftig ebenso die Abwehr wie der fünf Jahre ältere Jan-Phillip Schmidt. Der Außenverteidiger kam von RW Thal. Für diesen Verein spielte zuletzt auch der 21 Jahre alte Torhüter Niklas Frye. Er soll auf dem Posten zwischen den Pfosten die Gegentorflut eindämmen.

veröffentlicht am 17.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

Auch auf den anderen Positionen wurde das TuS-Team gezielt verstärkt. Im Mittelfeld soll Miguel Nunes (26, SpVgg. Bad Pyrmont) Dampf machen, die Offensive verstärkt Vladimir Bozok (21, TSV Elbrinxen). Erfreulich aus Söllas Sicht: Kein Stammspieler hat den Verein verlassen. Lediglich Torwart Hansi Leupold und Jens Genge treten kürzer, sie wollen ihr Können nur noch bei den Alten Herren zeigen.

Germanias Prunkstück war und ist der Angriff. Namen wie Strobl, Schmoll und Majer versetzten schon in der vergangenen Saison so manche Abwehr in Angst und Schrecken. Nicht nur hoch über dem Tal der Emmer, wo der Wind oft kräftig bläst, wirbelte die Offensive schon letzte Saison gewaltig – mit 98 Treffern war der TuS die torfreudigste Mannschaft.

„Wir sind nicht der große Favorit“

Somit gehört das Team vom Aechternbusch auf jeden Fall wieder zu jenen Mannschaften, die im Hameln-Pyrmonter Oberhaus ganz vorne mitspielen werden – auch wenn Dirk Sölla in die Rolle des Tiefstaplers schlüpft: „Von der Meisterschaft darf man zwar träumen, doch wir sind nicht der große Favorit. Diese Rolle steht eher dem SV Lachem oder dem VfB Eimbeckhausen zu“, sagt der 47-Jährige. Doch vorne mitmischen wird er – ob er will oder nicht.

Dewezet-Prognose: Hagens bereits starkes Team wurde noch einmal gezielt verstärkt.. Gelingt es Trainer Sölla, die Abwehr zu stabilisieren, dann ist ein Platz unter den besten drei Mannschaften der Liga wahrscheinlich.

Hagens Neue: von links Vladimir Bozok, Miguel Nunes, Jan-Phillip Schmidt und Niklas Frye. Es fehlt Matthias Krause.

Foto: kf



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