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Anfang August reist Vassili Golod mit dem Social-Team der Olympiamannschaft nach Rio de Janeiro

„Das wird eine unvergessliche Zeit“

BAD PYRMONT. Vassili Golod ist Sportfan durch und durch. Schon seit seinem fünften Lebensjahr hat er im Fernsehen Sportberichte verfolgt. Für sich selber hat der Pyrmonter das Fechten entdeckt und zählt auf Landesebene zu den Spitzensportlern mit dem Florett.

veröffentlicht am 22.07.2016 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 14:15 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

Autor

Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite

Bei Deutschen Meisterschaften ist er seit Jahren Stammgast – doch für die Olympischen Spiele hat es nicht gereicht. Dass er am 1. August dennoch als offizielles Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nach Rio de Janeiro reist, hat der junge Journalist und Moderator seiner ausgewiesenen Fähigkeit im Umgang mit digitalen Netzwerken zu verdanken. Der 23-Jährige ist Mitglied des vierköpfigen Social-Media-Teams und soll während der Spiele dafür sorgen, die deutschen Sportler ihren Fans nahezubringen. „Das werden die digitalsten Olympischen Spiele, die es bisher je gegeben hat“, ist er überzeugt.

Vassili hatte 2014 den Deutschen Fechter-Bund erfolgreich ins Netz gebracht und im vergangenen Jahr mit einem gespielten „Eistonnen-Interview“ mit der Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann für Aufsehen gesorgt. Die Sportlerin hatte dann wohl auch die Hand im Spiel, als der DOSB sein Social-Media-Team für Rio zusammenstellte. „Ich habe im Januar einen Anruf vom Leiter der digitalen Kommunikation des DOSB, Jens Behler, bekommen, der mich fragte, ob ich dabei sein möchte“, erzählt der 23-Jährige, der sofort Feuer und Flamme war. „Als Sportfan sind die Spiele für mich ein Riesenhighlight, da musste ich nicht lange überlegen.“ Die Entscheidung traf der DOSB-Vorsitzende Michael Vesper als Chef de Mission, und mittlerweile ist Vassili von Kopf bis Fuß für Rio eingekleidet. Seine Vielseitigkeit und seine Präsenz auf den wichtigen digitalen Plattformen habe wohl für ihn gesprochen, meint der junge Journalist, der seine ersten Schritte in seinem Beruf bei der Dewezet, den Pyrmonter Nachrichten und „radio aktiv“ gemacht hat und aktuell für die Rheinische Post in Düsseldorf und verschiedene ARD-Sender arbeitet.

Als Live-Reporter fürs Netz wird er in Rio unterwegs sein, seine Akkreditierung ermöglicht ihm den Zutritt zu allen Wettkampfstätten in der brasilianischen Metropole. „Meine Aufgabe wird es sein, Stimmung zu vermitteln und Sportler zu interviewen, aber nicht von den Wettkämpfen selber zu berichten“, beschreibt er das, was auf ihn zukommt. Grundsätzlich interessiert er sich für alle Sportarten. „Ich bin in erster Linie der verlängerte Arm der Sportfans in Deutschland und kein Experte, der nur eigene Fragen stellen will“, meint er. Natürlich werde er sich vorbereiten, wenn er es mit einer Sportart zu tun bekomme, die ihm nicht so vertraut sei. Beim Fechten ist das anders und hier dürfte aus dem Social-Media-Manager auch ein Fan werden, wenn der Säbelfechter Max Hartung antritt, einer der Favoriten auf olympisches Gold. „Das ist ein Freund von mir und ich fiebere natürlich mit.“ Den Sportlern („Ich habe schon viele kennengelernt, die total nett und keine Diven sind“) steht er auch beratend zur Seite, wenn es um die Regeln für deren eigene Posts geht. „Die sollen und dürfen viel posten, aber keine Werbung und nichts aus dem Olympischen Dorf.“ Treffen wird er viele seiner Gesprächspartner auch im Deutschen Haus des DOSB.

Auch wenn sein Hotel am Strand liegt, Urlaub wird sein Aufenthalt in Rio während der Spiele nicht. Den hängt er aber dran. „Ich treffe ein paar Freunde und bleibe noch ein paar Tage, bevor es zurückgeht.“ Aber daran denkt er noch nicht. Zunächst freut er sich auf die Spiele. „Das wird eine unvergessliche Zeit.“



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