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Hamelner Veit Mävers: Tor-Debüt in der Handball-Bundesliga

„Das war einfach unglaublich“

HAMELN. Wie der Vater, so der Sohn. Als der langjährige Kapitän Oliver Mävers 1997 seine glanzvolle Handball-Karriere beim damaligen Bundesligisten VfL/BHW Hameln nach 151 Spielen und 209 Toren beendete, war sein zweiter Filius Veit noch gar nicht geboren. Der erblickte erst drei Jahre später das Licht der Welt. In die Fußstapfen seines Vaters trat er trotzdem. Als gerade 18-Jähriger gab der angehende Abiturient des Hamelner Schiller-Gymnasiums nun sein Debüt in der Startformation des Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf.

veröffentlicht am 17.12.2018 um 14:39 Uhr

Agierte in Mannheim mit viel Übersicht im Rückraum von Hannover-Burgdorf: Der 18-jährige Veit Mävers behauptet sich hier gegen den Schweizer Nationalspieler Andy Schmid. Foto: Binder.
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Und sein 55-minütiger Auftritt konnte sich zweifellos sehen lassen. Zwar unterlagen die „Recken“ nach großem Kampf mit 23:29 beim Ex-Meister Rhein-Neckar Löwen, aber Mävers traf gleich dreimal und erzielte damit auch gleichzeitig seine ersten Bundesliga-Tore. Auf der Mittelposition von Trainer Antonio Carlos Ortega aufgeboten, gelangen dem 1,90 m großen Spielmacher, der eigentlich noch in der A-Jugend-Bundesliga für Burgdorf am Ball ist, zudem auch noch vier Assists. Beeindruckend. „Das war einfach unglaublich. Echt cool. Eine ganz tolle Erfahrung für mich“, freute sich Veit Mävers über seine gelungene Feuertaufe in der stärksten Liga der Welt. Die stimmgewaltige Kulisse von 8324 Zuschauern in der ausverkauften Mannheimer SAP-Arena konnte den jungen Hamelner bei seinen Aktionen allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: So versenkte er im gellenden Pfeifkonzert der Löwen-Fans eiskalt auch einen Siebenmeter gegen den schwedischen Nationaltorhüter Andreas Palicka. Schafft gewiss nicht jeder in seiner Altersklasse. „Wenn man so einem Weltklassemann Auge in Auge gegenübersteht, ist das schon was anderes“, gesteht Mävers. Aber Prüfung mit Bravour bestanden.

Fand auch Nicolaj Jacobsen: „Mein Kompliment, das war erfrischender Handball“, lobte der Coach der Rhein-Neckar Löwen die Vorstellung des Jugendnationalspielers aus Hameln. Begeistert zeigte sich auch der sportliche Leiter der „Recken“, Sven-Sören Christophersen: „Er hat das Spiel im Rückraum erstaunlich gut strukturiert und die Kreisläufer in aussichtsreiche Positionen gebracht.“ Und genauso interpretiert Veit Mävers auch die Rolle auf seiner Lieblingsposition: „Ich möchte lenken und mitgestalten.“

Nun in Mannheim hatte er dazu auch endlich mal die Gelegenheit, zuvor kam er nur zu einem achtminütigen Kurzzeinsatz beim 31:26-Sieg der „Recken“ in Lemgo. Damals am 11. November noch als 17-Jähriger und damit auch als einer der jüngsten Handballer in der langen Liga-Historie. Und wie geht es nun weiter? „Ich hoffe natürlich, dass ich mich für weitere Einsätze empfehlen kann“, orakelt er. Im Kader für das Pokal-Viertelfinale am Dienstag gegen den HC Erlangen ist er auf jedem Fall. Und wer weiß, vielleicht führt Veit Mävers Hannover ja ins Final-Four?



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