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Drei Hamelner Drachenboot-Sportler starten mit Team „OWL United“ bei der Weltmeisterschaft

Das „Unternehmen Gold“ steigt in Südkorea

Am Freitag beginnt für Katja Nest, Josef Blume und Michael Wolka vom Hamelner Kanu-Club in Südkorea die Drachenboot-WM.

veröffentlicht am 07.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Foto: kf

Wassersport (kf). Vor einem Jahr war das Drachenboot-Paddeln für Katja Nass, Josef Blume und Michael Wolka nur ein Hobby – am kommenden Wochenende greifen sie im südkoreanischen Ulsan nach der Weltmeisterschaftskrone! Diese Blitzkarriere der Hamelner Kanusportler hätte kaum ungewöhnlicher verlaufen können. Vor allem für Blume und Nest, denn die stiegen erst vor einem Jahr leistungsorientiert in die für sie neue Sportart ein. „Eigentlich nur durch Zufall“, erinnert sich Blume, der wie seine beiden WM-Mitstreiter schon seit vielen Jahren beim Kanu-Club Hameln aktiv ist. „Im vergangenen Jahr waren Katja und ich in Berlin als Zuschauer bei der deutschen Meisterschaft. Überraschend sprach uns der Trainer des Bootes aus Minden an, ob wir nicht mal richtig Gas im Drachenboot geben wollen.“

Die Entscheidung fiel den Kanuten nicht schwer, zumal mit Michael Wolka (45) bereits ein „erfahrener Bootsmann“ vom KC Hameln im Erfolgsteam der Ostwestfalen saß. So zählen seit Sommer 2008 im Drachenboot „OWL United“ Aktive aus Minden, Herford und der Rattenfängerstadt zur Top-Crew der Master-Klasse, in der Sportler und Sportlerinnen ab 39 Jahren Klasse demonstrieren.

Das klappt seit Monaten bestens. Die Kombination harmoniert optimal, und so war die WM-Qualifikation bei der westdeutschen Meisterschaft in Duisburg-Wedau eigentlich programmiert. Bereits seit Beginn dieser Woche hält sich das 24-köpfige Drachenboot-Team in Südkorea auf. Ab Freitag sorgen in Ulsan die Rennen drei Tage für Volksfest-Stimmung, denn Drachenboot-Rennen zählen in Asien zu den absoluten sportlichen Höhepunkten. „Wir starten über 200, 500 und 2000 Meter. Die drei Wettkämpfe sollen sich auch lohnen. Wir wollen nicht nur mitfahren, sondern eine Medaille holen“, gibt sich der 41-jährige Josef Blume optimistisch.

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Ein „Unternehmen Gold“ hat sich das Hamelner Trio zwar nicht unbedingt auf die Fahne geschrieben, aber im Vorfeld auch keinesfalls abgehakt. „Die Konkurrenz ist aber fast schon übermächtig“, weiß Katja Nass, eine der Jüngsten im Boot. Das beste Team kommt übrigens nicht aus Korea, wo Drachenboot-Paddeln als Volkssport gilt, sondern aus Potsdam. Die Brandenburger schicken ihren „Preußen-Drachen“ mit zahlreichen deutschen Kanugrößen ins Rennen, die in ihren besten Tagen bei olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften Medaillen fast schon im Dauer-Abo sammelten. „Die einmal zu schlagen, dass wäre ein richtiger Kracher“, träumt Routinier Michael Wolka.

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