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Manon Kruse ist für André Torggler dafür das typische Beispiel

„Das Turnier ist familiär geblieben“

HAMELN. Die DTH Open feiern den 30. Geburtstag. Wenn am Wochenende die Bälle fliegen, hat André Torggler die ersten Jahre des Turniers in allerbester Erinnerung. Der einzigen Triple-Sieger (1987/88/89) in der Turniergeschichte sprach über seine Erfolge, die 30. DTH Open und die aktuelle Situation in der Tenniswelt.

veröffentlicht am 12.07.2016 um 16:39 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

André Torggler, wissen Sie eigentlich noch, gegen wen Sie die ersten Hamelner Turniere gewonnen haben? André Torggler: Das erste gegen Stephan Busch. Da habe ich noch für Hildesheim in derRegionalliga gespielt. Dann wechselte ich zum DTH und gewann gegen Klaus-Peter Elsmann und Oliver Theiß. Gegen Theiß hatte ich Probleme, der lag mir nicht. Da musste das Endspiel wegen Regen aber in die Halle verlegt werden. Mein Glück.

Der vierte Sieg blieb aus. War die Konkurrenz zu stark? Nein, ich habe damals den Schläger weggeworfen. Nach zwei Jahren als Profi und als Trainer war Tennis kein Thema mehr. Selbst Turniere und Spiele haben mich einfach nicht mehr gereizt. Aber irgendwann hat Sie das Tennisspielen doch wieder zurückgeholt. Ja, aber er erst vor vier Jahren. Da hat mich ein alter Bekannter überredet wieder anzufangen. Was zeichnet das Hamelner Turnier aus und wie hat es sich in den 30 Jahren verändert? Das Turnier ist familiär geblieben. Typisches Beispiel dafür ist Manon Kruse. Die ist seit vielen Jahren dabei und fühlt sich in Hameln einfach wohl. Doch sie ist heute schon eher eine Ausnahme. Viele Spieler und auch Spielerinnen fahren von Turnier zu Turnier. Für die zählen vor allem drei Dinge: gute Ergebnisse, Ranglisten-Punkte und das Geld. Trotzdem fehlen große Namen bei den DTH Open. Die wollen einfach mehr Geld verdienen. In Hameln bekommt der Sieger 1850 Euro, das ist vielen zu wenig. Ist denn in den vergangenen 30 Jahren der DTH Open die spielerische Qualität deutlich besser geworden? Schon in den ersten Jahren wurde guter Sport geboten. Das Niveau ist in den letzten Jahren aber gestiegen. Auch, weil die Athletik deutlich besser geworden ist. Verlassen wir mal die heimische Tennisszene. Wie sehen Sie die Entwicklung auf der internationalen Bühne? Der Sport hat sich geändert. Früher standen Spieler wie John McEnroe, Jimmy Connors oder Henri Leconte auf dem Platz. Die rasteten auch mal aus. Für die war Tennis auch eine Show. Die Typen gibt es heute einfach nicht mehr. Dafür rücken immer wieder junge Spieler nach. Vor allem Alexander Zverev und meinem österreichischen Landsmann Dominik Thiem traue ich noch viel zu.

Interview: Klaus Frye



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