weather-image
23°
×

Sportlich ist der letzte Atemzug bei 07 noch nicht getan / Hilker nach Egestorf?

„Das Spiel des Jahres“ für Preußen: Sitzenbleiben in Osnabrück verboten

Von Roland Giehr

veröffentlicht am 21.05.2010 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

Fußball. Finanziell gesehen, liegt Oberligist Preußen Hameln 07 zwar auf der Intensivstation, doch sportlich ist der letzte Atemzug noch längst nicht getan. „Meine Mannschaft lebt noch, so positiv aggressiv habe ich die Jungs lange nicht mehr im Training gesehen“, geht Trainer Kai Oswald deshalb auch mit einem guten Gefühl in das heutige „Spiel des Jahres“ um 16 Uhr beim VfL Osnabrück II. Die Ausgangslage für die Hamelner ist eindeutig: Sitzenbleiben verboten, nur ein Sieg zählt. „Dann wären wir wieder im Geschäft um die Relegationsplätze und hätten dann am letzten Spieltag gegen Ramlingen womöglich ein kleines Finale in Hameln“, lässt sich Oswald seinen Optimismus nicht nehmen.

Auch die drohende Insolvenz von 07 rückt heute für 90 Minuten in den Hintergrund. „Die Mannschaft und ich wollen unsere sportlichen Hausaufgaben machen, der Vorstand muss seine machen“, hofft er aber noch auf eine baldige Genesung des „Patienten“ Preußen Hameln. Sollte das aber nicht klappen, weiß auch Oswald noch nicht so genau, wie es weitergeht – und ob er dann überhaupt noch eine Mannschaft hat. Schon jetzt beschäftigen sich Daniel Boateng, der derzeit verletzte Dominic Meyer und auch Jannik Hilker, der bei Germania Egestorf/Langreder ganz hoch im Kurs steht, mit Abwanderungsgedanken.

Fakt ist jedenfalls: 07 hat vom NFV noch keine Lizenz erhalten, muss also nachbessern. Geht aber wohl nur, wenn praktisch über Nacht nach von Alvensleben noch ein weiterer Roman aus der Erde wächst. Nur diesmal mit dem Nachnamen Abramowitsch. Aber danach sieht es nicht aus, außerdem hat der DFB bei seiner Liga-Reform noch einen Pferdefuß eingebaut. Und der wird richtig teuer. „Das können wir nicht wuppen“, schüttelt Oswald den Kopf. Gemeint ist der vom Verband geforderte Umbau des Weserberglandstadions. So sind in der Oberliga künftig Wellenbrecher auf der Tribüne und ein „Käfig“ für die Gästefans Pflicht. Macht rund 40 000 Euro. Wer soll das denn bezahlen? Die Stadt Hameln hat kein Geld – und 07 erst recht nicht.

Jannik Hilker (07). Foto: nls

Nur nicht sitzen bleiben: Ferit Tarak und seine Mistreiter beim Oberligisten Preußen Hameln wollen heute in Osnabrück zumindest sportlich für positive Schlagzeilen sorgen.

Foto: nls



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige