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Sportwart Rüdiger Krückeberg spricht über die Durststrecke der Rockin’Rats und die Pläne für die Zukunft

Das „Sabbatjahr“ ist vorbei

Hameln. Rock ’n’ Roll- und Boogie-Woogie-Fans sollten sich den 5. Oktober 2013 dick im Kalender anstreichen, denn an diesem Tag richten die Rockin`Rats die Deutsche Meisterschaft der Formationen in der Rattenfängerhalle aus. Wir sprachen mit Sportwart Rüdiger Krückeberg nicht nur über die bevorstehende DM in Hameln, die Sorgen und Nöte des Rock ’n’ Roll-Klubs nach dem Aus für die Master-Rats-Formation und die Zukunftspläne des Vereins.

veröffentlicht am 26.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Rüdiger Krückeberg, über viele Jahre waren die Master Rats durch ihre Erfolge in der Königsklasse auf nationaler und internationaler Ebene das Aushängeschild des Vereins. Seit einiger Zeit ist diese Gruppe von der Bildfläche verschwunden. Was ist da los?

Unsere Master-Rats-Formation ist leider komplett auseinandergebrochen, weil sich ein Großteil der Tänzerinnen und Tänzer aus privaten oder familiären Gründen in alle Himmelsrichtungen verteilt hat und nicht mehr in Hameln wohnt. Rainer Breustedt, der die Master Rats viele Jahre erfolgreich trainiert hat, lebt jetzt in Konstanz.

Wie schwer wiegt aus Ihrer Sicht als RRC-Sportwart der Verlust?

Sehr schwer, weil die Master Rats durch ihre Erfolge und die vielen Auftritte in der Öffentlichkeit quasi das Gesicht des Vereins waren. Ein neues Masterteam auf die Beine zu stellen, ist schwierig, weil wir für so eine große Formation mindestens sechs Tanzpaare benötigen, die bereit sind, leistungsorientiert zu trainieren – also mindestens dreimal pro Woche. Und die haben wir momentan leider nicht.

Warum?

Uns fehlt der männliche Nachwuchs – insbesondere im Teenageralter. Ein weiteres Problem ist, dass uns einige Trainer aus privaten oder beruflichen Gründen verlassen haben, die wir nicht ersetzen konnten.

Die Rockin’ Rats sind nach dem „Sabbatjahr“ 2011, in dem seit einer gefühlten Ewigkeit erstmals die DM-Quali verpasst wurde, im Umbruch. Ist die Durststrecke jetzt vorbei?

Mit unseren neuen „Nachwuchsteam“ Now or Never, das von Andreas Weihs trainiert wird, wurde mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft 2012 ein vielversprechender Neuanfang gestartet. Dieser Erfolg war für uns als Verein extrem wichtig, auch um das öffentliche Interesse wieder zu wecken. So eine Auszeichnung wie bei der Sportgala hilft da natürlich auch sehr, um ins öffentliche Rampenlicht zurückzukehren.

Ist das auch der Grund, warum die Rockin’ Rats nach 2009 im Oktober erneut die Deutschen Meisterschaft in der Rattenfängerhalle ausrichten?

Absolut! Wir hoffen, dass die Deutsche Meisterschaft in Hameln ein Zuschauermagnet wird und die Rattenfängerhalle ausverkauft sein wird. So eine große Veranstaltung ist für uns auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, um auch in den nächsten Jahren die Vereinsbeiträge nicht erhöhen zu müssen.

Steht schon fest, wie viele Teams der Rockin’ Rats bei der DM in Hameln starten?

Als Ausrichter bekommen wir eine Wildcard. Das heißt: Eine Formation von uns ist auf jeden Fall dabei, zwei weitere Teams müssen sich erst noch qualifizieren.

Was viele, die den Verein nicht so gut kennen, nicht wissen, ist, dass der RRC nicht nur Rock ’n’ Roll anbietet, sondern auch andere Tanzsportarten.

Das stimmt. Auch im irischen Stepptanz, eine unsere jüngsten Sparten, sind wir sehr aktiv und erfolgreich. Dass unsere Stepptänzerinnen schon zweimal den Deutschen Meistertitel der Formationen gewonnen haben, weiß leider kaum jemand. Wir bieten auch Video-Clip-Dancing und Zumba an, um neue Mitglieder zu gewinnen. Wir wollen in Zukunft auch andere Tanzsportarten wieder zum Leben erwecken.

Welche zum Beispiel?

Ich bin für alles offen. Ich könnte mir auch Cheerleading oder Karnevalstanz sehr gut vorstellen. Gleiches gilt für Latein- und Standardtänze.

Ist dabei eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen oder Tanzschulen geplant?

Es gibt die Idee, ein Tanzsport-Zentrum zu gründen, um die Kräfte zu bündeln und so die Talente besser fördern zu können. Die Pläne stecken aber noch in den Kinderschuhen.

Also eine Art Spiel- und Trainingsgemeinschaft wie beim Fußball, Handball oder anderen Mannschaftssportarten?

Genau. Das Wort Spielgemeinschaft hören wir Tänzer zwar nicht so gerne, aber es ist durchaus damit vergleichbar. Unter dem Dach eines Tanzsport-Zentrums könnten die Talente der Vereine aus Hameln und Umgebung leistungsorientiert trainieren und auch gemeinsam bei Meisterschaften und Turnieren starten. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, als ein Verein alleine. Deshalb sollte man sich darüber Gedanken machen. Wir von den Rockin´Rats sind auf jeden Fall gesprächsbereit, was mögliche Kooperationen angeht.

Hinweis: Karten für die Deutsche Meisterschaft der Formationen (Termin: 5. Oktober 2013) gibt es zum Preis von 18,70 Euro, 25,30 Euro und 31,90 Euro (inkl. Vorverkaufsgebühr) im Dewezet-Ticket-shop, Osterstraße 15 in Hameln.



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