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Dressur, Geländeritt, Springprüfung – der Vielseitigkeitswettbewerb begeistert Lasse Lemke

„Das ist Nervenkitzel pur“

HERKENDORF. Der 14-jährige Lasse Lemke sitzt schon wie ein Alter fest im Sattel. Schließlich hat er schon seit acht Jahren die Zügel fest im Griff. Und vor eineinhalb Jahren ist der Funke bei ihm richtig übergesprungen: „Da hat mich das Vielseitigkeitsreiten total fasziniert.“

veröffentlicht am 11.07.2017 um 20:14 Uhr
aktualisiert am 12.07.2017 um 10:23 Uhr

Feinabstimmung im Gelände – Lasse Lemke meistert mit „Colja von Elisenruh“ die Hindernisse ohne Mühe. Fotos (2): Lemke/pr
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Und nicht mehr losgelassen, auch wenn er in der heimischen Reiterszene als „Buschreiter“ fast so etwas wie ein Exot ist. Dressur, Geländeritt, Springprüfung – die Vielseitigkeitsreiter lassen nichts aus. Und genau dieser Dreikampf hat Lasse Lemke in seinen Bann gezogen: „Das ist einfach Nervenkitzel pur!“

Auch wenn der Ritt auf dem Dressurplatz nicht unbedingt sein Ding ist. „Eher so etwas wie eine Pflichtaufgabe, da sind der zweite und dritte Tag schon interessanter“, gibt er zu. Vor allem der Ritt durchs Gelände. Nicht nur das hohe Tempo, mit dem oft 400 Meter in der Minute geritten werden und die Sprünge in allen Varianten erfordern nicht nur ein gutes Auge, sondern auch beste Sprungtechnik. „Vor allem ist das volle Vertrauen zwischen Reiter und Pferd wichtig“, erklärt der Nachwuchsreiter, der bei allen Prüfungen für den Reiterverein Aerzen an den Start geht. „Und man muss auch viel mit dem Pferd sprechen.“

Beim ca. 1,5 Kilometer langen Ritt durchs Gelände, bei dem Lasse Lemke mit seinem Pferd zahlreiche feste Hindernisse bis zu fast einem Meter Höhe überwinden muss, sind übrigens Helm und Schutzweste Pflicht. Und die Strecke beherrscht Lasse, der momentan auf seine verletzte Stute „Action Abby“ verzichten muss, auch mit dem 19-jährigen Wallach „Colja“ wie im Schlaf. Wie zuletzt in Westerstede, wo sich Deutschlands Nachwuchs der Vielseitigkeitsreiter beim Kampf um die „Goldene Schärpe“ präsentierte. Mit dem Wettbewerb um genau diese Schärpe hat Sandra Auffahrt auch einmal angefangen. „Und die ist immerhin schon Olympia-Siegerin mit der Mannschaft gewonnen“, weiß Lasse genau.

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An seinen Auftritt in Westerstede erinnert er sich gut: „Dreimal bin ich die Geländestrecke abgegangen.“ Und der Herkendorfer „Buschreiter“ hatte sich alle Schwierigkeiten eingeprägt. So mischte Lasse Lemke im Feld der Vielseitigkeits-Spezialisten im Gelände bestens mit, aber auch bei der finalen Springprüfung. Platz acht in der Einzelwertung, Platz acht mit der Mannschaft des Verbandes Hannover. Westerstede war für Lasse Lemke schon ein Riesenerlebnis, doch sein Traum bleibt Luhmühlen. „Das ist einfach das Mekka für die Vielseitigkeitsreiter“, schwärmt er in höchsten Tönen.

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