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Handball: Volunteer bei der Frauen-WM

„Das ist einfach Ehrenamt pur“

HAMELN. „Einfach mal machen“, sagte sich Marion Hartmann-Kretschmer, als sie eher zufällig davon erfuhr, dass der Deutsche Handballbund für die Frauen-WM 2017 sogenannte Volunteers – einfacher ausgedrückt: freiwillige Helfer und Helferinnen – händeringend suchte. Und so schickte sie gleich ihre Bewerbung raus.

veröffentlicht am 01.12.2017 um 15:12 Uhr

Marion Hartmann-Kretschmer ist bei der Handball-WM in Oldenburg im Einsatz. Foto: haje
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Damit nahm das WM-Unternehmen für die handballbegeisterte Lauensteinerin, die seit Saisonbeginn die C-Mädchen der JSG Weserbergland trainiert, alles seinen Lauf. Auf die Idee bei der Handball-WM dabei zu sein, hatte sie übrigens ihr Sohn Jan-Marten gebracht. Denn der erlebte schon 2016 die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro live.

„Tatort Oldenburg“ heißt es nun seit Freitag für Marion Hartmann-Kretschmer. Erst die Akkreditierung, dann die Ausstattung mit dem offiziellen WM-Outfit. In der Weser-Ems-Halle, wo die WM-Vorrundengruppe mit Dänemark, Russland, Tunesien, Montenegro, Japan und Brasilien am Freitag durchstartete, wartet eine spannende und stressige Woche. „Aber das ist bestimmt auch eine reizvolle Angelegenheit. In der Woche bin ich an der Weltspitze des Frauenhandballs hautnah dran“, freute sich die Handballerin, die einst im Team des VfBHW Hameln aktiv war, schon vor der Tour nach Oldenburg. Und da fährt die Sport-Enthusiastin natürlich auch mit großen Erwartungen hin: „Ich will die WM-Atmosphäre nicht nur mitnehmen, sondern auch genießen.“ Und alles, was sich hinter den Kulissen abspielt, wird ihr natürlich nicht entgehen. Denn auf die Nachwuchstrainerin wartet jede Menge Arbeit. Ihr Bereich wurde im Vorfeld bereits abgesteckt: „Im Organisationsteam werde ich viele Aufgaben zu managen haben.“

Und das alles auf freiwilliger Basis. „Diese Aufgabe übernehme ich vor allem mit viel Herzblut“, erklärte Hartmann-Kretschmer. „Das ist einfach Ehrenamt pur. Selbst die Unterbringung im Hotel zahle ich selbst und nicht der DHB.“ Egal, um zum ersten Mal bei einer Handball-WM dabei sein zu können, ist es ihr die Sache wert. Insgesamt waren beim DHB mehr als 1200 Bewerbungen eingegangen. In Oldenburg sind nun fast 100 Volunteers dabei. Nicht nur im Organisationsbüro, auch im Fahrdienst, im Medienzentrum, bei der Teambetreuung und vielen anderen Bereichen würde ohne die vielen „stillen Helfer und Helferinnen“ nichts laufen.

„In der Woche bin ich an der Weltspitze des Frauenhandballs hautnah dran.

Marion Hartmann-Kretschmer, Volunteer bei der Handball-WM

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