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Fußball-Bezirksliga: SSG Halvestorf droht die Abstiegsrelegation

Das große Zittern

BEZIRK HANNOVER. Wer hätte das vor Saisonbeginn gedacht, dass die SSG Halvestorf bis zum Schluss um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga bangen muss? Niemand, selbst Ex-Coach Ralf Fehrmann nicht. Das Saisonziel von Fehrmann war eigentlich Platz eins bis fünf.

veröffentlicht am 19.05.2017 um 13:54 Uhr

Müssen um den Klassenerhalt bangen: Die Bezirksligakicker der SSG Halvestorf. Foto: awa
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Nach vier Pleiten in Serie zog Fehrmann nach der 0:4-Niederlage am 2. April gegen Germania Hagen die Notbremse und trat als Trainer zurück. „Ich wollte gegen Germania Hagen noch eine mögliche Trotzreaktion abwarten. Aber die kam nicht. Danach war dann für mich klar: Feierabend“, begründete Fehrmann damals seine Entscheidung. Sein Nachfolger René Hau versucht bei seinem ersten Trainerjob zu retten, was zu retten ist. Seine Zwischenbilanz: Zehn Punkte in neun Spielen. Zwei Siege, vier Remis, drei Niederlagen. Als Tabellenzwölfter droht der SSG die Abstiegsrelegation.

Die Frage ist, kommt die Hau-Elf mit einem blauen Auge davon? Im schlimmsten Fall könnten selbst zwei Siege an den letzten beiden Spieltagen nicht reichen. Das zeigt, wie prekär die Lage ist. Denn es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, dass am Saisonende die SSG Halvestorf und BW Neuhof (beide 31 Pkt.) punktgleich sind und es in der Endabrechnung auf das Torverhältnis ankommt.

Die beste Ausgangslage im Abstiegskampf hat zweifelslos Germania Hagen. Mit 37 Punkten hat der Tabellenneunte den Klassenerhalt bereits so gut wie sicher, auch wenn rechnerisch noch ein einziger Punkt fehlt. Dass die SpVgg. Hüddesum-Machtsum (10./36 Pkt.) an den letzten beiden Spieltagen einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz verspielt, ist zwar möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich. Brisant könnte aber das letzte Saisonspiel der SpVgg. beim FC Algermissen werden, der als Tabellenelfter (33 Pkt.) ebenfalls noch zittern muss.

Die schlechtesten Karten haben momentan aber die SSG Halvestorf als Zwölfter und Blau-Weiß Neuhof (13.). Beide Teams haben noch zwei „Endspiele“ um den Klassenerhalt. Während Neuhof am Sonntag beim Absteiger Stadtoldendorf eine durchaus lösbare Aufgabe vor sich hat, muss Halvestorf beim Tabellenfünften SV Alfeld ran. Und der zählt zu den heimstärksten Teams der Liga. Das macht die schwere Aufgabe für René Hau und Co. nicht leichter. Dafür hat die SSG am letzten Spieltag zu Hause gegen Absteiger Bisperode den vermeintlich leichteren Gegner, denn Neuhof empfängt dann mit Meister Blau-Weiß Tündern das stärkste Team der Liga. aro

Information

HSC BW Tündern – SC Harsum (Sa., 16 Uhr). 14 Spiele, 14 Siege, 57:3 Tore: Die Heimbilanz der Tünderaner ist bisher makellos. Die beeindruckende Siegesserie wollen die „Schwalben“ von Trainer Siegfried Motzner am Samstag im Bezirksliga-Topspiel gegen Harsum möglichst fortsetzen. Für beide Teams hat die Partie nur noch statistischen Wert. Tündern steht als Meister und Landesliga-Aufsteiger bereits fest. Und Harsum bleibt Zweiter, egal wie das Spiel ausgeht.


TSV Bisperode – Germania Hagen (Sa., 16 Uhr). Während Bisperode als Absteiger feststeht, sind die Germanen so gut wie gerettet. Hagen reicht ein Punkt, um den Klassenerhalt endgültig perfekt zu machen. Trotz des Abstiegs gibt es für die Bisperoder auch eine gute Nachricht. Nach schwerer Krankheit steht Marcel Mietzner erstmals seit zwei Jahren wieder im Kader. „Dass er nach einer schwierigen Zeit zurückkehrt, ist viel höher zu bewerten, als so ein Abstieg“, freut sich Ralph Grupe über das Comeback.


SpVgg. Hüddesum-Machtsum – MTSV Aerzen (So., 15 Uhr).
Für Aerzens Trainer Uwe Filla, der nächste Saison Preußen Hameln trainiert, ist die Partie gleichzeitig sein Abschiedsspiel. „Bei unserem letzten Spiel zu Hause gegen Einum ist er leider verhindert, sodass wir ihm am Sonntag einen schönen Abschied bereiten wollen“, sagt Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe. Weil der Gegner sehr heimstark sei, erwartet Hoppe ein schwieriges Spiel. Trotzdem soll zum Filla-Abschied möglichst ein Sieg her.


SV Alfeld – SSG Halvestorf (So., 15 Uhr). Um den Nicht-Abstiegsplatz zu verteidigen, müssen die Halvestorfer beim Tabellenfünften Alfeld möglichst gewinnen. Denn der punktgleiche BW Neuhof, der zurzeit aufgrund des etwas schlechteren Torverhältnisses auf den Relegationsplatz steht, hat beim bereits feststehenden Absteiger FC Stadtoldendorf eine durchaus lösbare Aufgabe. Die Partie hat für die SSG somit Endspielcharakter. Hoffnung macht, dass Eugen Fabrizius, Björn Bertram und Nicolas Dreier wieder dabei sind.

SV Lachem – SV Bavenstedt II (So., 15 Uhr). An das Hinspiel erinnert sich Lachems Coach Tarik Önelcin nur ungern, denn nach einer 2:0-Führung verlor seine Elf am Ende noch 4:5: „Das war eine der bittersten Niederlagen in der ganzen Saison.“ Somit ist im Rückspiel Revanche angesagt, auch wenn es für Lachem eigentlich um nichts mehr geht. Die Önelcin-Elf wird die Saison als Dritter beenden, egal wie die letzten beiden Partien ausgehen. aro

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