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Rudern: Achter des RV Weser startet nach 2013 wieder in der stärksten Sprint-Liga der Welt

Das Bundesliga-Comeback

HAMELN. Das Bundesliga-Comeback: Der Sparkassen-Achter des RV Weser startet nach 2013 wieder in der stärksten Sprint-Liga der Welt.

veröffentlicht am 10.05.2018 um 11:08 Uhr

Der Sparkassen-Achter des RV Weser meldet sich in der 1. Ruder-Bundesliga zurück. Foto: RBL
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Im Dezember drohte noch das Zweitliga-Aus, ein halbes Jahr später steht fest: Der Sparkassen-Achter des RV Weser startet nach fünf Jahren wieder in der stärksten Sprint-Liga der Welt. Denn im Jubiläumsjahr wird die Ruder-Bundesliga, die vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben wurde, wieder eingleisig.

Für das Team um Kapitän Lars Adomat ist die Entscheidung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und von Ligamanager Boris Orlowski ein Glücksfall, denn aus eigener Kraft wäre ein Aufstieg in die erste Liga nahezu unmöglich gewesen. Der Grund: Die Konkurrenz ist einfach zu stark. Während in anderen Booten sogar Olympiasieger aus dem Deutschland-Achter rudern, sind es im Vereinsachter des RV Weser nur Hamelner. Weil viele auswärts studieren oder berufstätig sind, ist ein gemeinsames Training kaum möglich.

Nach zuletzt zwei unterm Strich enttäuschenden Zweitliga-Jahren (jeweils Platz sieben) gab es selbst in den eigenen Reihen Zweifel, ob man unter diesen Voraussetzungen auf Dauer konkurrenzfähig ist. Deshalb machten sich die Ruderer im Winter Gedanken, ob es überhaupt Sinn hat, weiter in der zweiten Liga zu starten. Auch über eine Kooperation mit dem Melitta-Achter in Minden wurde nachgedacht, aber der Gedanke wurde laut Adomat schnell verworfen: „Wir wollen als reiner Vereinsachter weitermachen. Wir gehen den Hamelner Weg. Statt auf Neuzugänge setzen wir auf unsere eigenen Talente wie Nick Armgardt und Jonathan Schlösser.“ Dass sie mit dem Hamelner Männer-Achter jetzt sogar in der ersten Bundesliga starten, war eigentlich so nicht geplant.

Weil nach einigen Rückzügen nur sieben Boote für die 1. und elf Boote für die 2. Bundesliga übrig geblieben sind, entschlossen sich der DRV und Ligamanager Boris Orlowski, die beiden Ligen zusammenzulegen. Somit wird es in der Saison 2018, die am Samstag in Frankfurt am Main beginnt, 18 Bundesligateams geben. Mit dem RV Weser, aber ohne den Titelverteidiger und Abo-Meister Crefelder Ruderclub, der seinen Männer-Achter mit sofortiger Wirkung aus der Bundesliga zurückgezogen hat. Der Grund: Mit Laurits Follert, Marc Leske, Jakob Gebel, Lukas Geller und Jacob Schulte-Bockholt, die zum festen oder erweiterten Kader des Deutschland-Achters gehören, stehen Krefeld fünf Top-Ruderer nicht mehr zur Verfügung. Damit endet eine Ära, denn seit Gründung der Ruder-Bundesliga vor neun Jahren hat es noch nie einen anderen Meister gegeben als „Die Unbesiegbaren“ aus Krefeld. Somit steht fest: Im Jubiläumsjahr der Bundesliga wird es auf jeden Fall einen neuen Champion geben.

Saisonstart ohne Adomat und Garbe

„Meine Favoriten sind Hamm und Minden“, sagt Hamelns Kapitän Lars Adomat. Das Saisonziel des RV Weser sind die Top 12. „Wenn es gut läuft, ist vielleicht auch ein einstelliger Tabellenplatz drin. Aber den haben wir in der ersten Liga noch nie erreicht“, sagt Adomat. Die Saisonvorbereitung sei jedenfalls richtig gut gewesen: „Wir haben über Ostern und am ersten Mai-Wochenende zwei Trainingslager in Hameln gemacht. Und da haben die Jungs auch bei den Ergometer-Tests einen richtig guten Eindruck gemacht.“

Eine schwere Hypothek zum Saisonstart ist allerdings, dass sowohl Adomat (Hüft-OP) als auch Till Garbe (Schulter-OP) vermutlich noch länger ausfallen werden und auch Jasper Scheel aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. „Wir werden auf jeden Fall in jedem Rennen alles geben. Am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt. Unsere Jungs sind schon ganz heiß und freuen sich riesig, nach 2013 wieder in der Ruder-Bundesliga starten zu dürfen.“

Information

Termine Ruder-Bundesliga

12. Mai: Frankfurt/Main

9. Juni: Werder/Havel

14. Juli: Minden/Wasserstraßenkreuz

18. August: Leipzig/Elsterflutbett

8. September: Bad Waldsee/Stadtsee



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