weather-image
Torhüterin des MTV Rohrsen spricht über Sektduschen, Christian Schwarzer und ihr Lieblingsgetränk

Darum trägt Michaela Schostag die Nummer 81

Handball. Mit ihren Glanzparaden brachte Michaela Schostag die Gegner oft zur Verzweiflung. Im exklusiven Dewezet-Interview mit unserem Mitarbeiter Andreas Rosslan spricht die ehrgeizige Torhüterin des MTV Rohrsen über das Erfolgsgeheimnis des Oberligameisters MTV Rohrsen, ihr Vorbild Christian Schwarzer, ihre Trikotnummer 81 und vieles mehr.

veröffentlicht am 14.04.2010 um 16:23 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

270_008_4275196_sp222_1504.jpg

Michaela Schostag, erst einmal Glückwunsch zum Gewinn der Meisterschaft.

Danke schön!

Vor einem Jahr war Rohrsen in der Oberliga nur Mittelmaß, jetzt ist der MTV zwei Spieltage vor Schluss schon Meister. Wie ist diese tolle Entwicklung zu erklären?

Vor einem Jahr waren wir Achter. Damals fehlte uns als Neuling in der Liga noch ein bisschen die Erfahrung. Vor Saisonbeginn haben wir mit Michael Hensel einen neuen und sehr talentierten Trainer bekommen – und mit Anja Basteck und Saskia Diedrichs zwei Neuzugänge, die jetzt zu den Leistungsträgerinnen gehören. Das Geheimnis des Erfolges ist das Wir-Gefühl und der Teamgeist.

Was hat der Trainer besser bzw. anders gemacht als sein Vorgänger?

Nicht viel. Michael hat eine sehr gute Mannschaft übernommen. Wir sind sehr leicht zu trainieren, denke ich. Der Trainer hat es aber geschafft, uns insbesondere psychisch stärker zu machen. Das hat uns in vielen Spielen geholfen. Er versteht es, aus jeder Spielerin noch etwas mehr herauszukitzeln. Außerdem nimmt er sich im Training Zeit, uns Sachen zu erklären.

Wann hatten Sie das Gefühl, dass ihrem Team der Titel nicht mehr zu nehmen ist?

Wir waren zwar schon vor dem letzten Spiel in Rosdorf zu 99 Prozent Meister. Richtig sicher war ich mir aber erst, als der Aufstieg in die 3. Liga endgültig in trockenen Tüchern war. Das war ein Traum.

Wer durfte denn dem Trainer die Sektdusche verpassen?

Das habe ich gar nicht so genau mitbekommen, wenn ich ehrlich bin. Es könnte Katharina Fromme gewesen sein – oder meine Schwester.

Viele Oberligateams waren in der Saison sehr heimstark. Hat sich auswärts die Spreu vom Weizen getrennt?

Stimmt. Unsere wichtigsten Siege waren auswärts gegen Garßen Celle und in Hollenstedt. Das waren zwei Big-Points, die uns den vorzeitigen Titelgewinn erst ermöglicht haben.

Sie haben in den vergangenen 24 Spielen nur 542 Gegentreffer kassiert, weil Sie die beste Torhüterin der Liga sind?

Nein, weil meine Abwehr so gut ist. Als Torhüterin bin ich auf die Unterstützung meiner Mitspielerinnen angewiesen. Wenn ich gut spiele, hat meine Abwehr einen guten Job gemacht.

Ihre Schwester Manuela ist mit 167 Treffern die beste Torjägerin der Liga. Welchen Anteil hat sie am sportlichen Erfolg?

Jede Spielerin hat ihren Beitrag geleistet. Manuela ist aber eine unserer Führungsspielerinnen, auf die wir nicht verzichten können, weil sie immer dann Verantwortung übernimmt, wenn es bei uns nicht so gut läuft.

Sie sind die Nummer eins im MTV-Tor, tragen aber die „81“ auf dem Trikot. Warum?

Weil ich 1981 geboren bin. Die Nummer eins bringt mir Unglück. Ich musste sie nur einmal im Leben tragen, als ich in Bückeburg gespielt habe.

Nicht Andreas Thiel oder Henning Fritz ist ihr Vorbild, sondern Christian Schwarzer. Warum ein Kreisläufer und kein Torhüter?

Das ist ganz einfach: Er ist ein Sieger-Typ mit einem beeindruckenden Siegeswillen.

Ihr Lieblingsgetränk ist Handballerschorle. Was ist das überhaupt?

Die gute alte Handballerschorle ist eigentlich nur ein ganz normales und leckeres Alster, das wir aus einer Partylaune heraus umbenannt haben.

Ihre bisherigen Vereine waren der TV 87 Stadtoldendorf und der VT Bückeburg sowie immer noch TUSG Schwarze Pumpe Ditterke. Von dem letztgenannten Verein habe ich noch nie etwas gehört?

Die TUSG ist vor vier Jahren entstanden. Das ist eine Gemeinschaft mit ehemaligen Stadtoldendorfer Spielerinnen und Spielern, die einmal im Jahr beim Heidschnuckenbockturnier in Müden zusammenspielen.

Was können wir nächste Saison in der 3. Liga vom MTV Rohrsen erwarten?

Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall möglich, vielleicht ist sogar ein Mittelfeldplatz drin. Das hängt von der Staffel ab, in der wir in der neuen Saison spielen müssen. Das steht ja noch nicht fest. Auf jeden Fall haben wir uns für die neue Saison mit den beiden talentierten Bormann-Schwestern und Anne Kristin Deutsch, die eine der besten Abwehrspielerinnen der Oberliga ist, gezielt verstärkt. Deshalb habe ich auch nicht die Befürchtung, dass wir nach nur einer Saison wieder absteigen.

Bei der Meisterfeier des MTV Rohrsen wird sich Torhüterin Michaela Schostag ihr Lieblingsgetränk schmecken lassen: Handballerschorle. Was das überhaupt ist, verriet die sympathische Sportlerin im Dewezet-Interview.

Foto: nls



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt