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Triathlon: Zweitligist ESV Außenseiter

„Da liegen Welten dazwischen“

GRIMMA. Das Abenteuer 2. Bundesliga ist für die Triathleten des ESV Eintracht Hameln wie der Kampf David gegen Goliath.

veröffentlicht am 17.08.2017 um 19:28 Uhr

In Aktion: Triathlet Silas Bergmann (Eintracht Hameln). Foto: nls

Autor:

Matthias Henning
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Die Konkurrenz ist so stark, dass für die Hamelner nur der olympische Gedanke zählt. Insbesondere am Sonntag in Grimma. Denn in der sächsischen Mittelstadt, südpstlich von Leipzig, steigt nicht nur das vierte Rennen der 1. und 2. Bundesliga, sondern gleichzeitig auch die deutsche Meisterschaft der Elite über die Sprintdistanz.

Da müsste man

schon beim Laufen einen

Weltrekord aufstellen,

um wieder an die anderen Athleten heranzukommen. Aber das kann bei uns

keiner.

Stefan Schwarz, Kapitändes ESV Eintracht Hameln

„Allein um das zu erleben, lohnt sich das Dabeisein. Schade, dass ich diesmal nicht zum Kader gehöre“, sagt ESV- Kapitän Stefan Schwarz, der zu Hause in Hameln familiäre Verpflichtungen hat und erst zum Liga-Finale in Hannover wieder einsteigt. In Grimma müssen Andreas Winterholler, Silas Bergmann, Nico Markgraf, Claas Reckemeier und erstmals Daniel Behrens versuchen, das Hamelner Aufsteiger-Team vom vorletzten Rang zumindest wieder etwas nach oben zu bringen. „Wir wussten von Anfang an, dass zwischen der Regionalliga und der 2. Liga Welten liegen. Andere Teams haben Ausländer eingekauft. Wir wollten das nicht und hätten auch die Möglichkeiten gar nicht gehabt“, erklärt Schwarz.

Hameln ist eben nicht Hamburg, Berlin, Köln oder Hannover. „Wir sind so ziemlich der einzige Kleinstadt-Verein im Feld“, sagt Schwarz. Auf kleine Erfolgserlebnisse hoffen die Hamelner aber dennoch. Und so müssen sie auch wieder versuchen, nicht bereits auf den 750 Metern in der Mulde abgehängt zu werden. Denn wieder gilt: Wer beim Schwimmen und dem nicht zu unterschätzenden Wechsel zu viel Zeit verliert und keine Radgruppe erwischt, der ist als Einzelkämpfer ohne Windschatten auf den 20-Rad-Kilometern verloren. „Da müsste man schon beim Laufen einen Weltrekord aufstellen, um wieder an die anderen Athleten heranzukommen. Aber das kann bei uns keiner“, schmunzelt Schwarz.

Stefan Schwarz, Kapitän des ESV Eintracht Hameln Foto: nls
  • Stefan Schwarz, Kapitän des ESV Eintracht Hameln Foto: nls

„Die Rad-Strecke mit ihren Anstiegen und vielen verwinkelten Stellen in der City ist anspruchsvoll. Das kommt Andreas und auch Claas sehr entgegen. Die sind sehr gute Rad-Fahrer.“ Die Hamelner sind laut Schwarz zwar Außenseiter, „aber Letzter wie am vergangenen Renntag in Verl wollen wir jedenfalls nicht wieder werden“.

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