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Blitztransfer! Oberligist VfL Hameln holt neuen Torwart vom Zweitligisten Eintracht Hildesheim

Claas Meyer will nicht mehr auf der Bank sitzen

Handball. Die Handballer des VfL Hameln sind immer für eine Überraschung gut! Unmittelbar vor dem Auswärtsspiel gegen die HSG Northeim (morgen, 19.30 Uhr) zauberte Manager Ralph Krone einen Neuzugang aus dem Hut. Vom Zweitligisten Eintracht Hildesheim kommt bis zum Saisonende Claas Meyer an die Weser.

veröffentlicht am 11.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:41 Uhr

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Mit der Verpflichtung von Meyer reagierte Krone auf die vierwöchige Sperre seines Torhüters Frank Rosenthal. Der 27-Jährige löste am Mittwoch seinen Vertrag in Hildesheim auf und trainierte bereits am Abend erstmals unter der Regie von VfL-Chefcoach Hajo Wulff. „Sämtliche Formalitäten sind auf den Weg gebracht. Jetzt hoffen wir, dass die Spielberechtigung rechtzeitig bei uns eintrifft“, sagt Manager Ralph Krone. Eile war auch insofern geboten, da genau das eintrat, was nicht passieren sollte. Ersatztorhüter Andrew Treuthardt musste am Kiefer operiert werden. „Wenn er bis zum Spiel wieder fit ist, wird er auch zwischen den Pfosten stehen. Wir haben volles Vertrauen zu Andrew. Wir sind aber auch froh, dass wir mit Claas Meyer eine zusätzliche Alternative an Bord bekommen“, so Krone.

Meyer schloss sich vor Saisonbeginn der Eintracht an, weil sich für ihn in Hannover eine neue berufliche Perspektive ergeben hatte. Hinter Dennis Klockmann und Christoph Trinks war der Bankkaufmann dort aber nur die Nummer drei und bekam kaum Spielpraxis. Insofern einigten sich beide Seiten auf eine Beendigung der Zusammenarbeit. Der Ex-Hildesheimer spielte zuvor beim OHV Aurich in der zweiten Liga und Regionalliga, war aber auch schon beim VfL Fredenbeck, VfL Stade und TSV Barsinghausen am Ball.

Fest steht: Die Partie in Northeim wird kein Zuckerschlecken. Mit 23:13 Punkten auf Rang sieben hat die HSG lediglich vier Zähler weniger als der VfL auf dem Konto, dazu gehört das Ensemble von Trainer Carsten Barnkothe mit einer Bilanz von 17:3 zu den heimstärksten Teams der Oberliga. Und das hat einen einfachen Grund: In der Schuhwallhalle herrscht Haftmittelverbot, „was für viele Gegner völlig ungewohnt ist“. Nichtsdestotrotz zählt für Wulff nur ein Sieg, um den Anschluss an den Tabellenführer aus Lehrte nicht zu verlieren. „Aber wir müssen eine deutliche Schippe drauflegen“, betont Wulff, der zuletzt viele Einzelgespräche führte, um den Spielern noch einmal den Ernst der Lage deutlich zu machen.

„Wir müssen unsere Chancen einfach besser nutzen“, fordert Wulff. Aufstellungssorgen hat der Trainer nicht. Auch die Bänderverletzung von Lukas Krings erwies sich als nicht so dramatisch, so dass der 22-jährige Regisseur bereits wieder trainieren konnte. Der VfL sollte sich vom deutlichen 37:27-Hinspielsieg nicht blenden lassen, denn die HSG verfügt mit Kai Effler und Jan-Niklas Falkenhain (beide 107 Treffer) über zwei gute Torjäger, die ein Spiel alleine entscheiden können.

Beim Zweitligisten Eintracht Hildesheim saß Claas Meyer oft nur auf der Bank. In Hameln will der 27-Jährige Spielpraxis sammeln.

Foto: Gossmann



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