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Der zweite Coup ist perfekt / Trainer Danilo Loncovic knüpfte die ersten Kontakte / Weitere Neuzugänge im Gespräch

Christian Raddatz kommt! TSG Emmerthal rüstet auf

Von Klaus Frye

veröffentlicht am 27.04.2010 um 19:19 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

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Handball. Die TSG Emmerthal hat das Tauziehen um Christian Raddatz (VfL Hameln) gewonnen! Raddatz, der auch beim WSL-Oberligameister HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf im Gespräch war, trägt ab der kommenden Saison das Trikot des Emmerthaler Traditionsvereins. Der will im Jubiläumsjahr – immerhin feiern die Grün-Weißen ihr Hundertjähriges – nach zwei Abstiegen in Folge in der Landesliga endlich wieder durchstarten und erfolgreichere Zeiten erleben. Mit der Rückkehr von Torhüter Sascha Krannich, der vom Oberligisten TV 87 Stadtoldendorf zurückkehrt, wurde bereits vor drei Wochen (wir berichteten) das erste Zeichen gesetzt. Nun landeten die Emmerthaler mit dem 36-jährigen Rückraumspieler vom VfL Hameln bereits den zweiten Coup.

„Ich habe mir die Entscheidung jedoch lange überlegt“, sagte der junge Familienvater, der sich seit fünf Monaten auch intensiv um seinen Nachwuchs kümmern muss. Selbst die Handballschuhe endgültig an den Nagel zu hängen, hatte er vor einigen Wochen bereits in Erwägung gezogen. Doch nachdem TSG-Coach Danilo Loncovic die ersten Kontakte mit ihm knüpfte, ließ er sich von Handball-Chef Stephan Kutschera und Emmerthals neuem Team-Manager Ralf Männich doch noch einmal überreden. Grund genug für den Abwehrstrategen, in der kommenden Spielzeit mit klaren Zielen anzugreifen: „Ich möchte dazu beitragen, dass der Negativtrend gestoppt wird und die nötige Kontinuität ins Team zurückkehrt. Dazu will ich mit den jungen Spielern natürlich auch noch ein bisschen Spaß haben.“

Nicht nur für Emmerthals Abteilungsleiter ist Raddatz der absolute Wunschkandidat: „Mit ihm haben wir den Spieler gefunden, der uns in den letzten beiden Spielzeiten gefehlt hat.“ Vor allem in der Defensive soll mit dem oberligaerfahrenen Neuzugang wieder die nötige Stabilität Einzug halten. „Hier wird er künftig der absolute Chef im Team sein und die jungen Spieler führen“, ist sich Kutschera sicher.

Auch Trainer Danilo Loncovic ist froh, dass man mit Christian Raddatz endlich einen verlängerten Arm auf dem Spielfeld hat: „Das ist genau die Führungspersönlichkeit, die ich für unsere junge Spieler brauche.“ Der handballerischen Zukunft beim Großverein, dem mehr als 1500 Mitglieder angehören, sieht er deshalb auch recht positiv entgegen: „Zwei Jahre hat die Mannschaft viel Prügel bezogen. Jetzt ist alles wieder im Lot, denn wir haben einen radikalen Schnitt gemacht.“ Loncovic weiß auch, dass mit dem überraschenden Raddatz-Coup auch die Skeptiker in Emmerthal wieder beruhigt werden konnten.

Das sieht Ralf Männich ähnlich. Der neue Mann im TSG-Boot, der die finalen Gespräche mit dem Spielmacher des VfL Hameln führte, sieht die Entwicklung ebenfalls positiv: „Mit Christian Raddatz haben wir den Leitwolf gefunden, mit dem der Abwärtstrend der letzten beiden Jahre gestoppt werden kann.“ Wichtig ist für Männich, der beim VfL Hameln bereits Bundesliga-Luft schnupperte, dass den jungen Spielern künftig eine klare Richtung angezeigt wird. „Die Verpflichtungen von Christian und Sascha Krannich ist ein Riesenschritt nach vorn.“

Von den beiden Neuzugängen erhofft man sich im TSG-Lager auch so etwas wie eine Sogwirkung. „Vielleicht gelingt es uns, dadurch noch einen oder zwei weitere erfahrene Spieler zu verpflichten“, ließ Kutschera anklingen. Intensive Gespräche werden auf jeden Fall schon geführt.

Bis zum Saisonende trägt er noch das blaue Trikot des VfL Hameln – in der kommenden Spielzeit läuft Christian Raddatz im grünen Jersey des Landesligisten

TSG Emmerthal auf.

Foto: nls

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