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Cross-Triathlon: Britta Anderson in Spanien WM-Dritte bei den TW50-Seniorinnen

Bronze zu später Stunde

PONTEVEDRA. Spanien, olé! Im Nordwesten der Iberischen Halbinsel, 50 Kilometer südlich der weltberühmten Pilgerstadt Santiago de Compostela, liegt Pontevedra. Und in der Stadt an der Atlantikküste heimste Britta Anderson ihre nächste internationale Medaille ein.

veröffentlicht am 02.05.2019 um 15:06 Uhr

Britta Anderson von ESV Eintracht Hameln freut sich in Spanien über die Bronzemedaille. Foto: pr
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Bei der Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon sicherte sich die TW50-Seniorin vom ESV Eintracht Hameln in der Wertung ihrer Altersklasse die Bronzemedaille. Allerdings gab es Edelmetall erst zu später Stunde. „Die Siegerehrung war erst in der Nacht, weit nach 21 Uhr. Die Tageseinteilung der Spanier ist eben doch deutlich anders“, wunderte sich die Hamelnerin.

Nach zwei Tagen zum Akklimatisieren hatte sie schon Respekt vor der Strecke bekommen. Die 1000 Meter im River Lérez waren noch die einfachste Prüfung. Obwohl die Hälfte der Strecke stromaufwärts geschwommen werden musste und trotz der recht kühlen Wassertemperatur von nur 14 Grad Celsius Wassertemperatur. Die spätere Siegerin Rachel Kirkwood aus Großbritannien hatte sich schon bei der ersten Prüfung deutlich abgesetzt. Und Anderson stieg überraschend als Dritte ihrer Altersklasse aus dem Wasser.

Als sie den extremen 30-Kilometer langen Mountainbike-Kurs anging, war ihr noch gar nicht bewusst, dass sie so weit vorne liegt. Erst nach dem ersten steilen Berg-Anstieg kam bei der Abfahrt die Dänin Anne Mette Mortensen an ihr vorbeigeschossen. Bei der zweiten Bergprüfung, bei dem es über sechs Kilometer mit durchschnittlich 5,5 Prozent Steigung hoch hinaus ging, zog Anderson wieder an der Dänin vorbei: „Bis dahin hatte ich gedacht, dass sie schon weit vor mir ist. Da war mir erst klar, dass auch ich weit vorne liege.“ Und so bewältigte sie mit neuer Motivation auf dem Kurs mit viel Geröll auch die gefährlichsten Abfahrten

„Auf der Laufstrecke musste ich aber alle Reserven mobilisieren, um das Tempo hoch zu halten“, sagte die Hamelnerin. Doch es klappte hervorragend. Hinter Kirkwood (2:39:25) und Mortensen (2:42:56) kam sie nach 2:46:08 Stunden als Bronze-Gewinnerin im Ziel an. „Riesig. Die viele und intensive Arbeit an meiner Fahrtechnik und der Kraftausdauer auf dem Rad haben sich wirklich ausgezahlt“, jubelte sie.

Ehemann Ian Anderson, der in der Region Galicien im britischen Nationaltrikot am Start war, hatte weniger Glück. Er war als Erster der TM55-Senioren aus dem Wasser gestiegen und hielt diese Position bis zu seinem Malheur auf dem Radkurs. Loses Geröll und Gestein auf der Strecke wurden ihm zum Verhängnis. Ein irreparabler Schlitz im Mantel des Hinterreifens beendete für Ian Anderson das Rennen und alle Hoffnungen auf Gold.

Kaum besser erging es Sohn Scott Anderson. Nach wenig überzeugender Schwimmleistung kämpfte er sich auf der Radstrecke nach vorn. Hatte dabei aber konstant Probleme mit der Schaltung und der Kette. So reichte es in der Klasse TM 20/24 nur zu Platz neun. Vierter im Hamelner Quartett war Falk Lippelt. Ursprünglich hatte er nur geplant, als Dolmetscher zu helfen. Doch im Winter blieb seine Gesundheit stabil und die Formkurve zeigte nach oben. „Da hatte ich mich kurzerhand um einen WM-Startplatz beworben“, sagte Lippelt. So feierte er in Pontevedra seine internationale Feuertaufe. Rang 18 in der TM45-Klasse war nach 2:30:16 Stunden das Resultat. „Erfahrung sammeln, die Atmosphäre und das sportliche Miteinander kennenlernen, das war ein Genuss“, schwärmte Lippelt.mha



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