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16-jährige Siebenkämpferin belegt bei U 18-WM Rang 6

Brodersen etabliert sich in der Junioren-Weltelite

Leichtathletik (hjk). Lob von allen Seiten gab es für Deborah Brodersen nach ihrem glanzvollen Auftritt bei den U 18-Weltmeisterschaften im italienischen Brixen. Die 16 Jahre alte Siebenkämpferin der LG Weserbergland belegte bei ihrem WM-Debüt mit 5211 Punkten im „Konzert der Großen“ einen ausgezeichneten sechsten Platz und etablierte sich damit auf Anhieb in der Weltelite der Juniorinnen. Hinter der Weltmeisterin Katarina Thompson aus Großbritannien (5750 Zähler) und Laura Ikauniece (Lettland, 5647) holte Kira Biesenbach von Bayer Leverkusen mit 5423 Punkten Bronze und setzte damit die seit acht Jahren andauernde deutsche Medaillenserie im Siebenkampf fort.

veröffentlicht am 12.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

„Für mich ist sie ein ungeschliffener Diamant“

Brodersen heimste nach ihrem guten Abschneiden in Brixen auch das Lob von DLV-Disziplinbundestrainerin Eva Rapp ein: „Deborah hat in diesem Jahr einen großen Leistungssprung gemacht. Für mich ist sie noch ein ungeschliffener Diamant.“ Froh war Rapp auch darüber, dass die deutsche Medaillenserie im Mehrkampf gehalten hat. „Wir haben einen guten Nachwuchs in Deutschland“, freute sich die Trainerin. Biesenbach und Brodersen waren in Brixen nur knapp unter ihren Vorleistungen geblieben. „Mächtig stolz“ auf Hamelns Juniorsportlerin des Jahres ist auch ihr Entdecker und ehemalige Heimtrainer Toni Ruscheinsky: „Deborah ist auf einem sehr guten Weg. Sie hat ein gewaltiges Potenzial, wir werden bestimmt noch viel Gutes von ihr hören“, freute sich der engagierte Leichtathletiktrainer des VfL Hameln.

Die gebürtige Rintelnerin lag nach dem ersten Tag des Siebenkampfes, wie berichtet, sogar auf dem vierten Platz. In den letzten drei Disziplinen machte sich dann aber der gewaltige Wettkampfstress und die hohe nervliche Belastung bemerkbar. Mit 5,48 m im Weitsprung, 34,87 m im Speerwurf und 2:29,54 Minuten im abschließenden 800-m-Lauf (wo sie von einer Konkurrentin nach einem Tritt aus dem Rhythmus gebracht wurde) blieb die LGW-Athletin deutlich unter ihren Jahresbestleistungen.

„Trotzdem war’s ein super Siebenkampf“, freute sich Beatrice Mau-Repnak, die Brodersen im Leistungszentrum Hannover trainiert. Sie war nicht live vor Ort und gratulierte deshalb per SMS.

Starker 200-m-Lauf: Deborah Brodersen (rechts) lief in Brixen 25,58 Sekunden. Links die Ungarin Xenia Krizsan, die im Endklassement Vierte wurde.

Foto: Möldner

Der Sprung in die Weltelite der U 18-Juniorinnen gelang Deborah Brodersen am Wochenende bei den Weltmeisterschaften im italienischen Brixen. Die 16 Jahre alte Leichtathletin der LG Weserbergland blieb im Siebenkampf mit 5211 Punkten nur knapp unter ihrer erst kürzlich in Ratingen aufgestellten Bestleistung von 5239 Zählern.

Foto: Möldner



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