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Vor 27 Jahren steht der Vater, nun der Sohn im Tor

Borussia bleibt in der Familie

Hameln-Pyrmont. Ein Blick zurück in die überaus facettenreiche Fußball-Geschichte des Kreises Hameln-Pyrmont lohnt sich immer. Auch diesmal – und da fällt sofort auf: Das erste Mal gastierte Bundesligist Borussia Mönchengladbach übrigens nicht beim denkwürdigen 24:0 gegen den HSC Tündern (2001) in den hiesigen Breiten, sondern bereits wesentlich früher, am 8. Mai 1988. Und vor 27 Jahren sah die Welt noch ganz anders aus für das damalige Fohlenteam von Trainer Wolf Werner.

veröffentlicht am 21.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Beim Viertligisten TuS Hessisch Oldendorf sprang nur ein dürftiges 2:2 für die hoch dotierten Stars um Stefan Effenberg und Liga-Torschützenkönig Uwe Rahn heraus. Mit am Ball im Waldstadion waren übrigens auch der heutige 96-Trainer Michael Frontzeck und Werders aktueller Sportdirektor Thomas Eichin. Aber eben auch Torhüter Uwe Quindt auf TuS-Seite – damals gerade 22 Jahre alt. Und für ihn gibt es nun ein Déjà-vu der ganz besonderen Art.

Beim dritten Gastspiel der Fohlen-Elf am Pfingstmontag (15 Uhr) im Weserberglandstadion gegen Landesligist SG Hameln 74 tritt Sohn Frederik in seine Fußstapfen. Borussia Mönchengladbach bleibt damit quasi in der Familie. Und wie es das oft kuriose Fußballschicksal so will, ist auch „Freddy“ gerade 22 Jahre alt. Das passt ja. Von nur zwei Gegentreffern wie einst sein Vater wird Hamelns junger Schlussmann aber wohl nur träumen dürfen, denn die Gladbacher Offensive um Max Kruse, Raffael und Patrick Herrmann hat bekanntlich einiges zu bieten. Schwerstarbeit ist gegen den Bundesliga-Dritten garantiert. Aber nur für 45 Minuten, denn eine Halbzeit wird Trainer Paul Bicknell auch Routinier Fabian Moniac den Part im Tor der SG 74 überlassen. „Wenn ich dann nur einen Treffer kassiere, wäre ich schon zufrieden“, witzelt Freddy. Keine Frage, dass er alle Register auf der Linie ziehen und die Partie nun besonders intensiv genießen wird.

Ein entzündeter Blinddarm hätte ihm beinahe einen ganz dicken Strich durch die Rechnung gemacht – und damit wohl auch den vorläufigen Höhepunkt seiner noch jungen Karriere versaut. Nun ist der Störenfried aber wegoperiert – der Torhüter wieder fit und erleichtert.

Tritt gegen Gladbach in die Fußstapfen des Vaters: Frederik Quindt. nls

Eine Wette im internen Familienkreis gibt es derweil nicht. „Mein Vater hat aber gesagt, wenn wir nur fünf Stück kriegen, sind wir gut bedient“, meint Frederik und bedauert, dass Uwe Quindt nicht live beim „Gladbacher Revival“ im Hamelner Weserberglandstadion dabei sein kann. Er verbringt seinen Urlaub auf Sardinien. Einen Anruf nach Abpfiff wird es aber sicher geben...

Hinweis: Karten gibt es im Ticketshop der Dewezet und Pyrmonter Nachrichten, Reisebüro am Multimarkt und Vereinsheim der SG 74.



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