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Preußen erst 3:0 gegen VfL Oldenburg, dann 0:4 in Emden / Verletztenliste wird immer länger

Bonjour Tristesse! 07-Jubel schnell verflogen

Endlich wieder einmal Jubel im Weserbergland-Stadion! Nach dem 3:0 gegen den VfL Oldenburg wird Torschütze Jannik Hilker von seinen Mitspielern fast erdrückt.

veröffentlicht am 05.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:41 Uhr

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Foto: nls

Fußball (kf). Nach fast sechs Monaten ohne Heimerfolg ließ Preußen Hameln 07 seine Fans zum Osterfest endlich wieder jubeln. Gleich drei Eier legte die Mannschaft von Trainer Kai Oswald dem VfL Oldenburg beim ungefährdeten 3:0 (1:0) ins Nest. Sebastian Schmidt (38.), Benjamin Belka (47.) und Jannik Hilker (77.) versetzten die 400 Zuschauer mit ihren Toren in Festtagsstimmung. Und das reichlich spät, denn schon in den ersten 20 Minuten verpassten die Preußen gleich drei Hochkaräter. Boateng, Schmidt und Meyer scheiterten Torhüter Reinke.

Glück hatten die Preußen kurz vor und nach der Pause. Erst leistete sich Ruven Klimke, der nicht den sichersten Eindruck in der 07-Abwehr hinterließ, einen groben Patzer. Doch seinen verunglückten Rückpass verdaddelten die Oldenburger im Strafraum mehr als umständlich. Eine Minute nach dem Seitenwechsel traf Pflug nur den Innenpfosten des Preußens-Tores. „Da hätten wir mit dem Ausgleich das Spiel wieder offen gestalten können“, hielt VfL-Trainer Detlef Blancke fest. „Doch ganz ehrlich, wir hatten keine Chance, das Spiel zu gewinnen.“

Alle Oldenburger Hoffnungen zerstörte fast im Gegenzug Benjamin Belka. Der spielte seine Schnelligkeit nicht nur beim 2:0 aus, auch beim dritten Tor überlief er die Oldenburger Abwehr mühelos. Da brauchte Hilker seinen Querpass aus kurzer Distanz nur noch über die Linie zu schieben. Kai Oswald beklagte nach dem Abpfiff vor allem die Verletztenliste mit Dominic Meyer (Adduktoren-Anriss), Bastian Stellmacher (Rückenprobleme) und Daniel Boateng (Oberschenkel-Zerrung), konnte aber dennoch durchatmen: „Die drei Punkte kommen genau zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt können wir auch mit mehr Selbstvertrauen nach Emden fahren.“

Doch am Dollart war der 07-Jubel gestern schnell wieder verflogen. Denn bei dem Kickers gab es für die Hamelner nichts zu holen. Mit 4:0 (1:0) nahm der Ex-Drittligist mühelos Revanche für die 2:4-Hinspielpleite an der Weser. „Da haben wir gesehen, dass der zweite Anzug bei uns einfach nicht passt“, lautete das Fazit des 07-Trainers. „Unser Kader wird immer dünner.“ Nur in der ersten Halbzeit hielt Preußen das Spiel offen. Zwei gute Chancen (7./11.) ließ Gerdes-Wurpths für Emden ungenutzt, in der 26. Minute machte er es im dritten Versuch jedoch besser und traf zur 1:0-Führung.

Die Entscheidung fiel nach einer Stunde. Jannik Hilker ließ eine Riesenchance ungenutzt, im Gegenzug zerstörte Bitter mit dem 2:0 alle Preußen-Hoffnungen. Danach wurde es bitter für 07. In der 81. Minute bremste Ruven Klimke die Kickers-Stürmer im Strafraum mit einem absichtlichen Handspiel. Das 3:0 durch den von Zimmermann verwandelten Strafstoß und die rote Karte für Hamelns Innenverteidiger waren die logische Folge. Das 4:0 in letzter Minute durch Rizzo nicht mehr als Resultatskosmetik.

„Nach dem 0:2 lief bei uns nichts mehr. Da hätte Emden auch noch höher gewinnen können“, zeigte sich Oswald enttäuscht.

Preußen 07: Stefan Schmidt – Kowalski (68. Jermakowicz), Klimke, Eickenscheidt, Pyka – Tarak, Sebastian Schmidt – Lopez-Peralta, Hilker, Hasani (46. Deck) – Belka

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