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Torwart-Talent Inga Buchholz wechselt zum Zweitligisten FC Lübars

„Berlin, ich komme!“

Afferde. „Berlin, du bist so wunderbar, Berlin.“ Die Zeile aus dem eingängigen Loblied auf Deutschlands Hauptstadt dürfte Inga Buchholz (18) nicht mehr aus dem Kopf gehen.

veröffentlicht am 27.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Nach dem Abitur zieht es die talentierte Torfrau aus Afferde in die Stadt von Union, Hertha und Co. Und was bietet sich da eher an, als Studium und Sport zu verknüpfen? Für die Torhüterin vom Regionalligisten TSV Havelse steht das längst fest: „Ich wollte schon immer in der Bundesliga spielen. Berlin bietet mir dazu die optimale Gelegenheit.“

Daher fackelte sie nicht lange, als sie auf den Zweitligisten FC Lübars gestoßen war. „Ich habe direkt Kontakt mit dem Verein aufgenommen“, erzählt die 18-Jährige. Bei einer Trainingswoche über Ostern durfte die Schülerin vom Hamelner Viktoria-Luise-Gymnasium zum ersten Mal Berliner Luft schnuppern – und war schnell überzeugt. Nach nur drei Trainingseinheiten stand der Wechsel nach Lübars für sie fest. Die Zustimmung des Clubs ließ nicht lange auf sich warten, jetzt ist alles unter Dach und Fach.

„Die komplette Mannschaft und das Trainerteam um Jürgen Franz haben mich überzeugt. Vor allem Torwarttrainer Michael Sievers hat einen super Eindruck hinterlassen“, ist die ehemalige Jugend-Nationalspielerin vom neuen Verein begeistert. „Ich freue mich schon, nächste Saison Teil des Teams zu sein.“ Und wer weiß, vielleicht klappt es mit dem Traum von der ersten Liga ja schneller als gedacht. Gute Aussichten auf den Aufstieg nächste Saison hat der Zweitligist allemal. „Dieses Jahr hat Lübars auf den Aufstieg aus finanziellen Gründen verzichtet. Sportlich ist das Potenzial auf jeden Fall da“, erklärt Buchholz.

Aber bleibt bei einem Wechsel in die zweite Frauen-Bundesliga überhaupt noch Zeit fürs Studium? Immerhin hat sich die Torhüterin vorgenommen, Medizin zu studieren. Und das beansprucht jede Menge Zeit. „Ich sehe das eher als Herausforderung“, schaut sie motiviert nach vorn. „Auch in der Schule hatte ich trotz vieler Fehltage zum Glück wenig Probleme mit meinen Noten.“

Fehltage gehörten in der Schulzeit fast schon zur Tagesordnung. Egal, ob Trainingslager vom DFB oder die U17-Weltmeisterschaft in Costa Rica – der Fußball nimmt eine Menge Zeit in Anspruch. Daher ist der Wechsel natürlich mit einem Umzug verbunden. „Aber meine Eltern freuen sich schon auf den Weihnachtsmarkt in Berlin“, lächelt die Torhüterin.



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