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Irish Dance ist für Neueinsteigerin gefühltes Gehirnjogging

Beim Stepptanz braucht Mara Taktgefühl

Hameln. Irish Dance ist im Kommen. Wer allerdings denkt, das Lernen der Schritte ist einfach, der irrt. Mara Sander kann ein Lied davon singen. Die 15-Jährige besuchte das Hamelner Tanzstudio Bellabina und steppte mal eine Stunde mit. Ihr Urteil: Anstrengend, aber klasse.

veröffentlicht am 13.02.2013 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Von wegen, hier steppt nur der Bär – selber steppen ist Trumpf. Und so war die Vorfreude bei Mara Sander auch ziemlich groß, als sie das Hamelner Tanzstudio Bellabina betrat. Eine Stunde lang durfte die 15-jährige Gymnasiastin dort die Sportart mit den flippigen schnellen Schritten im Gruppentraining einmal ausprobieren. Und war hinterher heilfroh, dass sie keinen Knoten in den Beinen hatte.

„Ich hatte plötzlich das Gefühl, als ob ich völlig verwickelt bin und absolut keine Orientierung mehr finde“, beschreibt die Schülerin ihre ersten Eindrücke vom Irish Dance. Ein paar Grundschritte hatte ihr zuvor Trainerin Katja Heininger beigebracht. „Das Lernen habe ich mir aber wesentlich einfacher vorgestellt“, gesteht Mara. Warum es dann schwerer wurde, wird schnell deutlich: Rechtes Bein vor, linkes Bein vor, rechtes Bein ran, linkes zurück, rechtes zurück, linkes Bein ran. Alles klar? „Das ist ziemlich kompliziert“, findet sie. Auch dass die Hände ganz eng am Körper anliegen und der Oberkörper beim Tanzen völlig ruhig bleibt, will erst einmal technisch beherrscht sein. Das dauert eben. Aber natürlich ist auch beim Steppen noch kein Meister vom Himmel gefallen, hat jede oder jeder mal klein angefangen. Da tröstet es Mara ein wenig, dass alle Anfänger bei den ersten Übungseinheiten ein paar Probleme haben. Für die Profis ist Stepptanzen aber nicht nur Sport und Leidenschaft, sondern auch ein kleines bisschen Gehirnjogging. Kurzum, Körperkoordination in Perfektion. So jedenfalls der allgemeine Tenor in der Tanzgruppe um die Trainerin Katja Heininger.

Wer mit diesem Sport beginnen möchte, der sollte aber nicht nur viel Geduld sondern, auch Taktgefühl mitbringen. Und wer tanzen will, der darf vorher auch das Dehnen nicht vergessen. Mit dem Aufwärmen wird das Verletzungsrisiko minimiert. Auch beim Steppen. Und so war Mara Sander im Anschluss daran auch für ihre erste Aufgabe bestens gewappnet.

Für die sportliche Gymnasiastin gleich ein Highlight mit hohem Spaßfaktor. Da die Bellabina-Truppe derzeit für einen Auftritt am 17. Februar um 14 Uhr im Theater Hameln probt, durfte die 15-Jährige einen Teil der Choreografie in einer Vierergruppe mittanzen. „Ich wurde quasi ins kalte Wasser geworfen und musste mich an den anderen orientieren. Bei zwei gefühlten linken Beinen war das aber nicht so einfach. Irgendwann habe ich aufgegeben zu zählen, wie oft ich mich vertanzt habe“, schmunzelt sie.

Geprobt wurde zunächst noch in den sogenannten Softshoes, später dann in den Hardshoes. Klack, klack im Takt der Musik – mit den Hardshoes wird das Stepptanzen schließlich hörbar gemacht. „Die Herausforderung beim Irish Dance ist die Abwechslung von langsamen und schnellen Bewegungen, sowie die Sauberkeit der Technik“, hat Mara noch von ihrer Trainerin Katja erfahren. Und das die steten flinken Bewegungen der Unterschenkel auf Dauer auch sehr anstrengend sind, hat sie schließlich am eigenen Leib erfahren.

„Ich war heilfroh, dass ich mich danach etwas ausruhen konnte. Das Zugucken macht aber mindestens genauso viel Spaß wie das Tanzen selbst“, zog Mara Sander ein überaus positives Fazit ihres Ausflugs in eine für sie sportlich neue Welt. Eine Schnupper-Stunde, die sich für sie gelohnt hat. Verbunden mit der Erkenntnis, dass Irish Dance eine echte Alternative ist.

 



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