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Hobbyfilmer Christian Adolph dreht das Bisperoder Wintermärchen

Bei der gelb-blauen Supercup-Party war die Videokamera immer dabei

Fußball (aro). Das war Gänsehaut pur! Die heißblütigen Bisperoder Fans verwandelten am vergangenen Wochenende die Rattenfängerhalle vor jedem Spiel des TSV in ein Tollhaus. „Das ist unglaublich! Diese Fans sind einfach nur geil“, schwärmte Hallensprecher Jürgen Planert, der sich auch als Einpeitscher eine Bestnote verdiente. Immer wieder brüllte er ins Mikrophon: „Von der Wiege bis zum Tode – Bisperode!“

veröffentlicht am 25.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:26 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Die gelb-blauen Fans machten einen Höllenlärm, sobald ihre „Gladiatoren“ das Parkett betraten. Mit Tröten, Pauken, Trommeln und Rasseln peitschten sie ihre Kreisligakicker nach vorne – bis ins Finale. So macht Fußball richtig Spaß! Einer war das ganze Turnier über mittendrin statt nur dabei: Christian Adolph. Der Hobbyfilmer drehte das Bisperoder Supercup-Märchen. Selbst in der Kabine war der 27-Jährige hautnah dabei: Hinter den Kulissen erlebte Adolph ein „Wechselbad der Gefühle“. Nachdem der TSV gegen Hemeringen in der Schlusssekunde den Ausgleichstreffer kassierte, schlichen die Spieler mit hängenden Köpfen vom Parkett. „In der Kabine ist Markus Schwarz total ausgerastet: So habe ich unseren Trainer noch nie erlebt. Ich glaube, dass Markus gar nicht gemerkt hat, dass er gefilmt wird.“ Stimmt!

„Die Anspannung musste einfach raus. Es war kaum auszuhalten“, gibt der sympathische Coach offen und ehrlich zu. Zum Glück überstanden die Schränke in der Kabine seinen Wutanfall unbeschadet. Das Spiel gegen Hemeringen war Dramatik pur. „Ich hätte fast am offenen Herzen operiert werden müssen.“ Nach der 1:2-Pleite im Ostkreisderby gegen Wallensen hätte der TSV fast schon die Segel streichen können. Selbst Schwarz ist davon ausgegangen, dass seine Jungs nach dem nächsten Spiel duschen gehen können. Doch dann meldeten sich die Gelb-Blauen gegen die Germanen aus Hagen noch einmal eindrucksvoll zurück. Allerdings mussten die Ostkreiskicker bis zum Schluss um den Halbfinaleinzug bangen, denn das Team aus Hemeringen machte den Bisperodern im letzten Vorrundenspiel fast noch einen Strich durch die Rechnung. Schwarz war so aufgeregt, „dass ich mich fast eingeschissen hätte“.

Was kein Zuschauer in der Halle mitbekam: Wenn Bisperode den Supercup gewonnen hätte, wäre Schwarz als Trainer zurückgetreten! Diese Szene wird auch im Video zu sehen sein, das schon in wenigen Tagen fertig sein soll. „Ich bin zwar schon ein alter Sack. Aber das, was beim Supercup abging, war das Größte, was ich als Fußballer erlebt habe!“ Für Schwarz war es „wie im Traum“. Während des Turniers habe es viele unvergessliche Momente gegeben. Als seine Spieler vorm Finale im Scheinwerferlicht aufs Parkett liefen, lief Schwarz ein eiskalter Schauer über den Rücken. Dass es am Ende nicht zum Turniersieg reichte, störte den Trainer nicht: „Ich bin trotzdem mächtig stolz auf meine Jungs und unsere tollen Fans.“ Und auch für Adolph war der Supercup ein unvergessliches Erlebnis: „Normalerweise filme ich nur Hochzeiten und Geburtstage. Die Idee, einen Film über meinen Klub zu drehen, hatte ich schon länger im Hinterkopf.“ Als der beim Hoppe-Cup das Supercup-Ticket löste, war für den Hobbyfilmer klar: „Das ist der richtige Zeitpunkt dafür!“ So kam der Stein ins Rollen. Schon bald soll der etwa 20-minütige Film fertig sein. Die Vorfreude auf das Supercup-Märchen ist schon jetzt riesengroß!



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