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Nachwuchs-Trainer aus dem Kreis begegnen der „Fair-Play-Liga“ aber noch mit Skepsis

Bambini-Zauber auch ohne Schiris

Hameln-Pyrmont. Es gibt weder Tabellen noch Schiedsrichter: Die G-Juniorenkicker hatten jetzt bei der Hallen-Kreis-Meisterschaft ihre Fair-Play-Liga-Premiere. „Wenn die Anlaufschwierigkeiten behoben sind, wird das funktionieren“, ist Werner Jorns, der beim Kreisfußballverband für die Junioren zuständig ist, überzeugt.

veröffentlicht am 16.11.2015 um 12:04 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Fußball ohne Schiedsrichter, geht das überhaupt? Es geht, glaubt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und lässt fortan seinen jüngsten Nachwuchs ohne Ergebnisstress und mit lockerem Regelwerk spielen. Die G-Junioren hatten jetzt bei der Hallen-Kreis-Meisterschaft (HKM) ihre „Fair-Play-Liga“-Premiere.

„Wenn die Anlaufschwierigkeiten behoben sind, wird das funktionieren“, ist der Vorsitzende des Jugendausschusses des Kreises Hameln-Pyrmont, Werner Jorns, überzeugt. Die Neuerung soll den Kindern die Freude am Fußball zurückgeben, das Spiel mehr vom Spaß als vom Ergebnisdruck her leben. Doch die Begeisterung für die Liga hält sich noch in Grenzen. So machte Trainerin Daria Leuthier vom FC Preußen Hameln beim Turnier in Klein Berkel deutlich, dass es ganz ohne Spielleitung nicht geht: „Die Kinder müssen noch geführt werden und während des Spiels Hilfestellung bekommen.“ Auch Gregoire Diehl von Union Bad Pyrmont sieht das so: „Prinzipiell ist diese Fair-Play-Liga eine gute Sache, doch ganz ohne Regeln geht es nicht.“ Wie Tanja Bergherr vom VfB Hemeringen ist er sich sicher, dass diese Spielform den Kindern zugutekommt. Nur mit einem können sich alle nicht so recht anfreunden: eine Fair-Play-Liga ohne Ergebnisse und Tabellen.

Ob Meisterschaft oder Turnier ohne Wertung, der Stimmung bei den Spielvormittagen der G-Junioren zum Auftakt der HKM in Klein und in Groß Berkel hat das nicht geschadet. Wie in den vergangenen Jahren, als die Bambinis noch um Kreistitel spielten, waren die fünf- und sechsjährigen Mädchen und Jungen mit Rieseneifer bei der Sache und erhielten viel Unterstützung von den voll besetzten Rängen. Nicht nur die JSG Rohden in Klein Berkel oder die kleinen Schwalben aus Tündern in Groß Berkel, die von Sieg zu Sieg eilten, wurden für jeden gelungenen Spielzug gefeiert. Bei den F-Junioren hingegen begann an diesem Sonntag der „Ernst“ der Meisterschaft. Auf ihrem Weg zum Hallentitel stand für 38 Teams der erste Vorrunden-Spieltag an. Dabei schälte sich schon ein Kreis von Titelanwärtern heraus. So blieben immerhin neun Mannschaften ohne Niederlage und drei sogar ohne Punktverlust: der FC Preußen I, die JSG Rohden I und die TSG Emmerthal, die dabei auf die imponierende Torbilanz von 14:1 kam. Die JSG Halvestorf/TC Hameln könnte nach dem zweiten Spieltag im Hauptturnier, das die jeweils beiden Erstplatzierten der acht Staffeln erreichen, gleich dreimal vertreten sein. Denn nach den Spielen in Coppenbrügge, Klein und Groß Berkel liegen zwei Teams vom Piepenbusch auf Platz eins und eins auf Rang zwei. hek

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Tanja Bergherr (VfB). nls


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