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Ehrgeizig und aufbrausend – der Torhüter von Preußen 07 hat das Klassenziel Oberliga fest im Blick

Bäcker Pyka will keine kleinen Brötchen backen

Fußball (kf). Bengt Pyka ist ehrgeizig und aufbrausend – für einen Torhüter eigentlich typische Merkmale. Und für den Bäcker-Azubi steht auch fest: „Ich will keine kleinen Brötchen mehr backen.“ Dieses Motto untermauerte er vor wenigen Wochen gleich auf eine besondere Art und Weise. Der Schlussmann des Oberligisten Preußen Hameln 07 trat, als er im Auswärtsspiel beim SV Bavenstedt seinen Platz im Preußen-Tor erneut Stefan Schmidt überlassen musste, erst einmal kräftig gegen die Kabinentür. Gott sei Dank ist nichts passiert – die Tür und vor allem sein Fuß blieben heil. „Die Sache ist längst abgehakt“, weiß der junge Keeper, dem von Trainer Kai Oswald nach dieser Aktion erst einmal kräftig der Kopf gewaschen wurde. Der 07-Coach machte ihm klar, warum er ihn erneut nur auf die Bank beorderte. „In der Strafraumbeherrschung habe ich noch Defizite“, gibt der „junge Wilde“ im Preußen-Tor frank und frei zu.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:41 Uhr

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Zu seinem nächsten Einsatz im Preußen-Tor kam der 21-Jährige, der derzeit im elterlichen Betrieb im Lemgoer Vorort Brake arbeitet, schneller als erwartet. Im Heimspiel gegen den VfL Bückeburg sah Stefan Schmidt nach 34 Minuten die rote Karte – und schon stand Bengt Pyka wieder im Blickpunkt. Von Beginn an war der junge Mann aus dem Lipperland hellwach. „Das war auch kein Problem, denn ich bin immer sehr trainingsfleißig“, ist sich Pyka sicher. „Ich lebe Fußball“, lautete sein Motto.

In der Preußen-Familie fühlt er sich wohl

Das untermauerte er vor allem im letzten Heimspiel der Preußen. Das 2:0 gegen den VfL Oythe hielt der Torhüter mit dem blonden Haarzopf fest. Die starke Leistung will er bereits am Sonntag (15 Uhr) beim SC Langenhagen untermauern.

In der Oberliga will er auch in der kommenden Saison mitmischen. „Deshalb ist für uns jeder Punkt wichtig, um nicht doch noch in Schwierigkeiten zu kommen“, blickt der Braker Junge schon nach vorn. Den TSV Havelse und den BV Cloppenberg sieht er als Ausnahmeteams der fünften Liga. „Aber vor allen anderen Mannschaften, die die Klasse halten wollen, müssen wir uns nicht verstecken“, ist sich der Ex-Halvestorfer absolut sicher.

Platz acht ist für ihn das Mindestziel, doch sein Blick richtet sich weiter nach oben. „Große Nervenspielchen müssen wir verhindern. Es gilt frühzeitig die Qualifikation zu sichern, denn dann können wir ganz locker aufspielen“, gibt sich der unter dem Sternkreiszeichen des Löwen geborene Fußballer optimistisch.

In der Preußen-Familie fühlt er sich, ebenso wie sein in der Defensivabteilung spielender Zwillingsbruder Nick, absolut wohl. Nach einem Beinbruch, den er sich in der vergangenen Saison bei seinem einjährigen Gastspiel in Brakel zuzog, ist der reaktionsschnelle Youngster längst wieder fit. „Unter Kai Oswald und Torwarttrainer Thomas Fenske habe ich viel dazugelernt und mich immer richtig reingekniet“, sieht er als Gründe für seine positive Entwicklung.

Kaum zu glauben, dass er es auch mal richtig ruhig angehen lassen kann. „Aber nur, wenn ich mit meinem älteren Bruder Mike zum Angeln gehe“, gibt der 21-Jährige schmunzelnd preis.

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