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2:5-Heimpleite gegen Bad Rothenfelde / Oswald sauer

Auweia! So verdaddelt 07 die Oberliga-Qualifikation

Von Klaus Frye

veröffentlicht am 02.05.2010 um 20:53 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

Fußball. So verdaddelt Preußen Hameln 07 die Oberliga-Qualifikation. Nach der peinlichen 2:5 (1:3)-Heimpleite gegen den SV Bad Rothenfelde ist sogar der Relegationsplatz in akuter Gefahr. Nach dem schwachen Auftritt der erschreckend harmlosen Preußen vor 300 Zuschauern ging Trainer Kai Oswald mit seiner Elf hart ins Gericht: „Das war noch nicht einmal Bezirksoberligaformat. Bei einigen Akteuren ist zwar reichlich Arroganz, aber keinesfalls die nötige Qualität vorhanden.“ Allein Jannik Hilker fiel positiv auf. Doch die nötige Unterstützung fehlte ihm in allen Mannschaftsteilen.

„Was er mit guten Ideen aufbaute, hauten andere Spieler gleich wieder um“, erkannte auch Preußen-Scout Axel Marahrens. Von Beginn an beherrschte Bad Rothenfelde das Spiel. Malte Becker (23., 42.) und Christopher Leonhardt (37.) stellten mit dem 3:0 alle Zeichen auf Sieg. Daran änderte auch das 1:3 durch Kastriot Hasani (45.) nichts. Nach der Pause blitzte es bei den Preußen nur kurzzeitig auf. Ein Eigentor von Bastian Stellmacher (58.) und das 5:1 durch Mehmet Kodes (59.) rückten in nur zwei Minuten die Verhältnisse wieder gerade. Daran konnte auch 07-Keeper Bengt Pyka, der überraschend für Stefan Schmidt zwischen den Pfosten stand, nichts ändern. Das 2:5 durch Michael Jermakowicz (60.) war nicht mehr als Resultatskosmetik.

„Wir konnten froh sein, dass die in der ersten Viertelstunde gleich drei 100-prozentige versiebten“, sagte Co-Trainer Thomas Fenske, der nach dem Abpfiff genauso angefressen war wie Kai Oswald. Der ließ bei der Pressekonferenz mächtig Dampf ab: „Ich habe das Gefühl, dass bei einigen Spielern ganz andere Dinge als Fußball durch den Kopf schwirren.“ Für ihn ist drei Spiele vor Saisonende der Relegationsplatz gefährdet: „Ich hoffe, dass das endlich die Jungs begriffen haben. Denn die stehen jetzt unter Zugzwang.“ Trotz der prekären Situation sieht Oswald aber immer noch Land in Sicht: „Für mich fällt die Entscheidung erst, wenn das letzte Spiel abgepfiffen wird.“

Preußen 07: B. Pyka – Lopez-Peralte, Klimke, Stellmacher, N. Pyka (67. Tarak) – Meyer, Schmidt, Hilker, Boateng – Jermakowicz, Hasani.

Lange Gesichter bei Preußen 07 – Jannik Hilker (links) und Sebastian Schmidt war die Enttäuschung nach der 2:5-Pleite deutlich anzusehen.

Fotos (2): nls

07-Kapitän Bastian Stellmacher – Zweikampfsieger gegen Mehmet Kodes.



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