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Ende einer Ära: Helmut Nagel sucht nach internen Querelen eine neue Herausforderung

Aus! Mister Volleyball kehrt TC den Rücken

Von Andreas Rosslan

veröffentlicht am 14.06.2010 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

Volleyball. Mister Volleyball sagt Tschüs! Helmut Nagel und der TC Hameln gehen ab sofort getrennte Wege. Nach einigen internen Querelen, zu denen sich Nagel vorerst öffentlich nicht mehr äußern möchte, kündigte er bereits nach Saisonende seinen Abschied an. Jetzt ist er weg.

Der TC verliert mit Nagel ein Urgestein. In den vergangenen 27 Jahren drückte der 56-Jährige als Coach und Abteilungsleiter der Volleyballsparte des Turn-Clubs seinen Stempel auf. In dieser Zeit erlebte der ausgebildete Sportlehrer, der in Aerzen wohnt und mittlerweile Geschäftsführer einer Versicherungsmaklerfirma ist, viele Höhen und Tiefen mit. Nach dem „völlig unnötigen“ Landesligaabstieg der Herren machte Nagel, der fast 30 Jahre für den TC ehrenamtlich tätig war, aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Seine öffentliche Kritik am Vereinsvorstand schlug damals intern so hohe Wellen, dass sich der Querdenker schweren Herzens entschloss, einen Schlussstrich zu ziehen. Jetzt beginnt für ihn ein neues Kapitel. „Es war für mich der richtige Zeitpunkt, mir einen Verein zu suchen, bei dem ich noch etwas bewegen kann.“

Vor wenigen Tagen wurde der A-Lizenzinhaber, der zwischen 1996 und 2006 auch Vorsitzender des alten Kreisvolleyball-Verbandes Hameln-Pyrmont war, als neuer Trainer des Oberligisten SG Volley Minden/Hausberge vorgestellt. Die neue Aufgabe hat noch einmal seinen Ehrgeiz geweckt. In seinem neuen Klub wurde er mit offenen Armen empfangen. Zwischen ihm und den Vereinsvorsitzenden Ilona Labert (MTV Hausberge) und Peter Mehwald (1. VC Minden) sowie Sportwart Jens Jäger stimmt die Chemie: „Wir liegen alle auf einer Wellenlänge. Unser Herz schlägt für Volleyball.“ Mit seiner neuen Damenmannschaft will sich der Coach in der Oberliga etablieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, „weil die Liga im Vergleich zu Niedersachsen in Nordrhein-Westfalen wesentlich stärker ist“. In der vergangenen Saison wäre das Team der Spielgemeinschaft des 1. VC Minden und MTV Hausberge sogar fast abgestiegen. Der Klassenerhalt konnte erst in der Relegation gesichert werden. „Aber in der Mannschaft steckt viel Potenzial“, ist Nagel überzeugt. Bei seinem neuen Verein will der Coach auch verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen: „Die Talentförderung ist in Minden vorbildlich. Hier arbeiten alle Übungsleiter und Trainer Hand in Hand zusammen. Das hätte ich wir auch in Hameln gewünscht.“

Nach Vorbild des „Lüdinghausener Modells“, das auf einer Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein basiert, werden talentierte Mädchen und Jungen gezielt gesichtet und altersgerecht gefördert.



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