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Eintracht Afferde ist in der Kreisliga Tabellenführer – damit hatte Trainer Dietmar Harland nicht gerechnet

„Aufstieg? Ich hätte nichts dagegen“

Hameln-Pyrmont. In der Fußball-Kreisliga steigt am Samstag (15 Uhr) das Topspiel zwischen Tabellenführer Eintracht Afferde und Verfolger Blau-Weiß Salzhemmendorf. „Wenn wir am Saisonende tatsächlich aufsteigen sollten, hätte ich nichts dagegen“, so Afferdes Trainer Dietmar Harland.

veröffentlicht am 30.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Für Eintracht Afferdes Trainer Dietmar Harland ist die Tabellenführung in der Fußball-Kreisliga „eine schöne Momentaufnahme“. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. „Wir müssen auf dem Teppich bleiben. Die Saison ist noch lang. Da kann noch viel passieren“, drückt der 53-Jährige vor den beiden Kreisliga-Topspielen zu Hause gegen Blau-Weiß Salzhemmendorf (Sa., 15 Uhr) und nächste Woche auswärts beim TSV Bisperode (7. November) auf die Euphoriebremse.

„Auch wenn wir zurzeit auf Platz eins stehen. Für mich ist und bleibt der TSV Bisperode der absolute Titelfavorit.“ Auf Aufstiegskurs ist aber momentan die Eintracht. Afferdes Zwischenbilanz: zehn Siege, eine Niederlage. Das 0:2 am zweiten Kreisliga-Spieltag in Lauenstein liegt aber schon über zwei Monate zurück. Und auch im Kreispokal steht die Harland-Elf im Viertelfinale. Dass es für die Eintracht so gut läuft, hatte Harland zu Saisonbeginn nicht erwartet. „Da hatte ich ein mulmiges Gefühl“, gibt Afferdes Coach zu. Denn für seinem Kapitän und Abwehrchef Marco Koch (Meniskus-OP), Marius Graw, Jannik Vetter (beide Kreuzbandriss) und Henrik Sagebiel (Nasenbeinbruch) war die Hinrunde schon beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.

„Das war ein Schock nach dem anderen, den ich erst einmal verdauen musste.“ Damit nicht genug: Moritz Beck verabschiedete sich dann auch noch zum Studium Richtung Hamburg. Der zweikampfstarke Außenverteidiger „war ein ganz wichtiger Spieler für uns“, betont Harland. „Ich wundere mich selbst, dass wir die vielen Ausfälle bis jetzt so gut verkraftet haben. Damit hatte ich nicht gerechnet.“

Aus der Not machte Harland eine Tugend. Aus der A-Jugend rückten mit Jan Willmer, Jannis Helmsen und Jörn Heinzelmann „drei Super-Talente“ in den Kreisligakader. Und die entpuppten sich als echte Verstärkungen. Heinzelmann ist mit sieben Treffern hinter Timo Guschewski (8 Treffer), der laut Harland als Sechser vor der Abwehr bisher „eine ganz starke Saison spielt“, der zweitbeste Torjäger der Eintracht. Zug zum Tor hat auch Spielmacher Florian Selchow, der lange verletzt war und laut Harland „ein genialer Fußballer“ ist. „Aber auch alle anderen Jungs machen ein super Job.“

Ein Schlüssel zum Erfolg ist für ihn die Abwehr, die früher Afferdes Achillesferse war. Für jedes Zu-Null-Spiel muss Harland eine Kiste Bier bezahlen. „Das wird langsam ganz schön teuer“, scherzt der 53-Jährige, der mit Timo Tuckfeld und Moritz Muschik zwei Klasse-Keeper im Kader hat. Noch, denn Muschik, der in Hannover studiert und in Hildesheim wohnt, wird den Verein im Winter verlassen und zum Landesligisten SV Bavenstedt wechseln. „Das ist schade. Ich hätte mir gewünscht, dass er zumindest bis zum Saisonende bei uns bleibt“, macht Harland aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.

Ob es ihm gelingt, gemeinsam mit Co-Trainer Axel Lehnhoff die Eintracht nach zehn Jahren wieder zurück in den Bezirk zu führen, wird sich zeigen. „Wenn meine Jungs weiter so spielen, ist alles möglich. Aber es ist noch ein langer Weg“, so Harland. „Wenn wir am Saisonende tatsächlich aufsteigen sollten, hätte ich nichts dagegen.“



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