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Triathlon-Triumph bei den Junioren / Grabbe zufrieden

Auch Seitenstiche können Tobias Meyer nicht stoppen

Leichtathletik (olz). Sie hatten sich viel vorgenommen – und am Ende wurden ihre Erwartungen in jeder Beziehung erfüllt. Die beiden Lokalmatadore der heimischen Triathlon-Szene, der 31 Jahre alte Cordt Grabbe vom Team Twinfit aus Aerzen und der 19-jährige Tobias Meyer vom Veranstalter ESV Eintracht Hameln zeigten glänzende Leistungen beim 20. Hameln-Triathlon. Meyer durfte sich am Ende sogar über seinen triumphalen Sieg in der Juniorenklasse freuen.

veröffentlicht am 18.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:41 Uhr

Bester Junior: Der Ex-VfL-Basketballer Tobias Meyer. Fotos: olz

Morgens, um 8.16 Uhr, stand Grabbe noch mit kalten Füßen in der Wechselzone im Weserberglandstadion und bereitete sich penibel vor. „Ich war zum Training auf Mallorca, bin topfit und gehe gut vorbereitet in den Wettkampf. Die Bedingungen sind heute ideal“, sagte er vor dem Start – und war sichtlich nervös. Abiturient Meyer hatte in den letzten Tagen das Training ein wenig reduziert. Normalerweise trainiert er zehn Stunden in der Woche sehr intensiv. Ganz gelassen wartete er im Südbad auf seinen Start bei den Junioren. „Eine Prognose möchte ich nicht abgeben, aber eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr müsste eigentlich drin sein“, lautete sein Kommentar vor dem Rennen.

Als beide Athleten dann um die Mittagszeit nach 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen auf dem ESV-Platz durchs Ziel rannten, sahen die vielen Zuschauer zwei überaus zufriedene Lokalmatadore. Sie hatten ihre Prognosen bei weitem übertroffen. In hervorragenden 57:02 Minuten – und damit um 1:31 Minuten schneller als im Vorjahr – lief Grabbe glücklich in die Arme seiner Frau. Hinter den Profis aus Lemgo (sechs unter den ersten Zehn) und Hildesheim war er als insgesamt 19. und Fünfter seiner Altersklasse im Ziel. Im letzten Jahr hatte sich der Aerzener sich auf der Radstrecke noch verzockt. „Diesmal bin ich die Radstrecke mehrmals abgefahren, wusste also, wo ich schalten und bremsen muss“, lüftete er das Geheimnis seines Erfolges.

In allen drei Disziplinen verbessert, kam der ehemalige VfL-Basketballer Tobias Meyer nach 57:38 Minuten ins Ziel. Er war damit um fast zwei Minuten schneller als 2008, was ihm auch den Sieg bei den Junioren einbrachte. „Es lief heute optimal, obwohl ich wieder Seitenstiche zum Beginn des Laufens hatte“, zog der Hamelner Bilanz.

Schiebung: Sebastian Hendrischke in der Wechselzone.
  • Schiebung: Sebastian Hendrischke in der Wechselzone.

Anja Warode ist die schnellste Hamelnerin

Erheblich verbessert hatte sich auch der für Hannover 96 startende Salzhemmendorfer Sebastian Hendrischke, der nach 1:01,32 Stunden ins Ziel kam. Schnellste heimische Triathletin war Anja Warode (Spirit-tri-Hameln) als Zweite der AK 35 in 1:13,11 Stunden. Siegerin ihrer Altersklasse wurde Petra Majewski (AK 50) vom ESV in 1:15,07. Bemerkenswert: Bei der A-Jugend verbesserte der Drittplatzierte Aerzener Jonas Schwekendiek (1:06,31) seine Zeit gegenüber dem Vorjahr gleich um 10:47 Minuten!

Erfreulich aus Sicht des Veranstalters war die hohe Anzahl von 99 Finishern bei den Schülerinnen und Schülern. „Das war die zweitbeste Beteiligung aller Zeiten, und alles ging glatt über die Bühne“, freute sich Organisationschef Peter Neugebauer.

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