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Dreckig und kaputt – aber glücklich / 350 Starter haben viel Spaß beim 3. Klüt-Trail-Run

Auch ein Berliner mischt im Matsch mit

Hameln. Mit letzter Kraft stemmen sich Yvonne Benics, Adrina Sommer und Michael Berner die Holzwand hoch, landen auf weichem Stroh. Ein kurzer Schwenk um die Kurve, ein kleiner Sprung über die brennenden Holzscheite – dann haben sie es endlich geschafft. Die Haut voller Schlamm, selbst das Gesicht ist braun, lächeln sie mit der Medaille um den Hals. Sie sind erschöpft, aber im Ziel.

veröffentlicht am 28.09.2015 um 14:56 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Michael Berner ist extra aus Berlin gekommen, um mit seiner Freundin Yvonne beim dritten Klüt-Trail-Run dabei zu sein. Das Fazit des Trios: „Es hat total viel Spaß gemacht, nächstes Mal sind wir wieder dabei.“ Ihr Lieblingshindernis auf den drei Runden des Parcours war natürlich der Schlamm-Container.

„Wir haben das Hindernis ernst genommen“, zwinkert Sommer. Die drei gehörten zu den 350 Läufern, die bei der dritten Auflage des Hindernis-Laufs an den Start gingen. „Eine super Steigerung zu den Vorjahren“, freut sich Organisatorin Claudia Bubat und merkt an: „Im ersten Jahr hatten wir 80 Anmeldungen vor dem Start, diesmal waren es rund 270.“ Für Bubat und die rund 60 Helfer auf und neben der Strecke bedeutet der Klüt-Trail-Run jede Menge Arbeit. „Seit Freitagmorgen haben wir die 15 Hindernisse aufgebaut“, erzählt sie. Unter anderem mit Unterstützung der Feuerwehr. Die lieferte unter anderem auch das Wasser für die „Mud Hole“, den Matsch-Container. Schließlich machen gerade die Hindernisse den Trail-Run aus. Denn was wäre der Kurs ohne die „Hot Wheels“, den „Grand Canyon“ und den „Dessert Storm“? Ohne Schlamm und gestapelte Baumstämme hätten die Läufer die leichten Sonnenstrahlen sicher genießen können. So aber spritzt der Matsch, knatschen die Autoreifen und knacken die Äste. Sommer, Benics und Berner verkörpern perfekt das Motto des Trail-Runs. Gemeinsam bewältigten sie den Parcours, kamen zu dritt im Ziel an. Denn: Die Hauptsache ist, den Hindernis-Lauf zu schaffen. Egal ob eine, drei oder gar sechs Runden – ankommen ist eben alles. An der Seitenlinie jubeln Familie und Freunde. Die Zeit läuft zwar mit, es gibt aber keine Rangfolge. Und jeder Starter bekommt eine Medaille. Den Teamgedanken haben auch Carina Pflughaupt, Christoph Löbert und Tim Giffhorn ins Auge gefasst. „Wir haben den Lauf gemeinsam geschafft. Vielleicht wagen wir uns nächstes Jahr an die sechs Runden“, schmunzeln sie. Michael Berner nimmt glücklich einen Schluck vom alkoholfreien Weizen. „Beim Triathlon war es noch anstrengender“, lächelt der Berliner. Plötzlich zerreißt er sein dreckiges Shirt wie Diskuswerfer Robert Harting. Berner hat zwar nicht Olympia-Gold gewonnen, dafür aber seinen ersten Trail-Run geschafft. Ist auch was…

Klüt-Trail-Run

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Kaputt: Kai Mußmann.


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