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Stürmer liebäugelt mit HSC Tündern / Diener freut sich auf Halvestorf – Magerkurth soll ihm folgen

Auch Belka macht bei Preußen 07 den Abflug

Für Preußen 07 gibt er (noch) alles – doch seine Zukunft sieht Benjamin Belka bei einem anderen Verein. Der 20 Jahre alte Stürmer verlässt zum Saisonende den Hamelner Oberligaklub und kehrt wahrscheinlich zu seinem alten Verein HSC BW Tündern zurück.

veröffentlicht am 25.03.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:21 Uhr

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Foto: nls

Fußball (hjk). Nicht nur erfahrene Spieler wie Kapitän Dennis Offermann (29, nächste Saison beim FC Springe) und Steve Diener (28, kehrt zur SSG Halvestorf-Herkendorf zurück) verlassen wegen „fehlender sportlicher Per-spektiven“ zum Saisonende den Oberligaverein Preußen 07, auch junge, hoffnungsvolle Talente suchen die sportliche Herausforderung künftig bei anderen Klubs. Gestern kündigte Benjamin Belka gegenüber der Dewezet-Sportredaktion seinen „Abflug“ an. Der erst zu Saisonbeginn auf Wunsch von Cheftrainer Alexander Kiene von HSC BW Tündern nach Hameln gewechselte 20 Jahre alte Stürmer wird seine Zelte bei 07 im Sommer abbrechen. Er liebäugelt mit einer Rückkehr zum Bezirksoberligisten. „Die Königsvariante aber wäre, wenn mich Preußen-Trainer Kiene mit zu seinem neuen Verein nehmen würde“, ließ Belka durchblicken. Der nur noch bis bis 30. Juni 2009 bei 07 tätige Coach hat aber ganz offensichtlich noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Sportlich alles in trockenen Tüchern ist derweil bei Steve Diener, der – wie er gegenüber der Dewezet bereits vor Wochen angekündigt hatte – zu seinem Stammverein nach Halvestorf zurückkehrt. „Da wohne ich, für die SSG habe ich vor meinem Preußen-Engagement sieben Jahre lang gespielt – und dieser Verein hat, was ganz wichtig ist, klare sportliche Ziele“, freut sich der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler.

Manager Wilfried Meerhaut macht beim ambitionierten Bezirksligisten Nägel mit Köpfen. Wie unsere Zeitung erfuhr, werden nach Diener und Matthias Günzel (HSC BW Tündern) auch der 22-jährige Torhüter Sebastian Kelle (Tündern) und der ein Jahr jüngere Maximilian Magerkurth von Preußen 07 künftig das Trikot des Sechstligisten tragen.

Wie die sportliche Zukunft bei Preußen 07 aussieht, weiß indes niemand. Auch nicht der kommissarische Vorsitzende Wolfgang Dammeier. „Ich hoffe, dass ich irgendwann mal positive Signale senden kann“, so der Hamelner Geschäftsmann, der derzeit als Interimsvereinschef „rund um die Uhr“ für Preußen 07 im Einsatz ist. Bis zum kommenden Dienstag (31. März) muss beim Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) die Lizenz für die neue Oberligasaison beantrag werden. Preußen 07 wird dies, wie Dammeier gestern noch einmal betonte, fristgerecht tun. Er weiß aber auch, dass das nur ein „formaler Akt“ ist. Denn selbst wenn Kienes in diesen Wochen so großartig spielende Mannschaft sportlich den Klassenerhalt in der 5. Liga schaffen sollte, kann augenblicklich niemand sagen, wo das Team in der nächsten Saison um Punkte kämpft. Wichtige Voraussetzungen für einen seriösen Spielbetrieb 2009/10 sind (noch) nicht gegeben – denn:

Steve Diener Foto: nls

1. Führung: Der Verein hat weder einen 1. Vorsitzenden noch einen Schatzmeister und auch keinen Präsidenten. Er ist quasi führungslos.

2. Finanzen: Preußen 07 braucht potente Geldgeber zur Finanzierung des Spielbetriebs. Die sind derzeit nicht vorhanden.

3. Ziele: Ein Vorstand (den es noch nicht gibt) muss einem neuen Trainer (fehlt auch noch) eine sportliche Planung (gibt es nicht) vorlegen. Wer wann was machen soll – niemand weiß es in diesen Tagen.

4. Spieler: Trainer Kiene hat in knapp zwei Jahren ein starkes Team geformt. Das bricht jetzt auseinander. Neue Leute sind weit und breit nicht in Sicht.

Fazit: Es gibt jede Menge Fragen – und kaum Antworten …



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