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Bezirksfußball-Chef August-Wilhelm Winsmann macht sich für Zusammenlegung der Kreise stark

An der Fusion führt kein Weg vorbei

Um die Verwaltungsebene zu verschlanken und dadurch Kosten zu sparen, sollen nach den Plänen des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) in naher Zukunft einige Kreise fusionieren. Davon wäre auch der Fußballkreis Hameln-Pyrmont betroffen. Am Samstag (11 Uhr) wollen NFV-Präsident Karl Rothmund und Bezirksfußball-Chef August-Wilhelm Winsmann im Sportheim des TSV Klein Berkel die Fusionspläne den Vertretern der heimischen Fußball-Klubs vorstellen. HAMELN. Das dürfte am Samstag wohl eine der spannendsten Zusammenkünfte in der Geschichte des Fußballkreises Hameln-Pyrmont werden. Pro und Kontra – die angedachte Fusion des Fußballkreises Hameln-Pyrmont mit anderen Kreisen dürfte unter den Hohen Linden für jede Menge Gesprächsstoff sorgen. Deshalb tut in Sachen Fußball auch Aufklärung unbedingt not. Um den angedachten Zusammenschluss näher zu erläutern, wurde das Informationstreffen für die Vereine anberaumt. Vor der Veranstaltung hielt sich Winsmann, der die Fusionsabsichten gemeinsam mit NFV-Präsident Karl Rothmund vorstellen wird, noch sehr bedeckt: „Dafür bitte ich um Verständnis.“

veröffentlicht am 08.06.2016 um 16:59 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:29 Uhr

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Autor:

von Klaus Frye

Schon vor dem Treffen mit den Vertretern der heimischen Vereine detaillierte Informationen in die Öffentlichkeit herauszutragen, ist nicht sein Ding. Winsmann hält es für richtig, alle wichtigen Fakten über die Fusionspläne zunächst den Verantwortlichen der Vereine des Fußballkreises Hameln-Pyrmont vorzutragen und nicht schon im Vorfeld an die Öffentlichkeit zu gehen. „Denn die müssen schließlich auch vor ihren Spielern und Mitgliedern die Verantwortung tragen“, argumentierte August-Wilhelm Winsmann, der davon ausgeht, dass am Samstag im Klein Berkeler Sportheim über die Pläne sehr kontrovers diskutiert werden wird.

Nachdem auch der Kreisvorstand seine Einschätzung zu der geplanten Fusion dargelegt hat, sollen die Vereine ihr Votum abgeben. Nach geheimer Abstimmung wird sich dann zeigen, für welches Stimmungsbild die vorhergehende Diskussion gesorgt hat.

Doch zunächst wird der Bezirksfußball-Chef aus Heinsen die sportlichen Leiter und Vorsitzenden der Klubs detailliert über die geplante Fusion der Fußball-Kreise informieren. „Ich möchte den Vereinen vortragen, welche Entscheidungsgründe für einen Zusammenschluss ursächlich sind. Dazu werde ich natürlich auch klarmachen, welche Entwicklungen eine Fusion nach meiner Einschätzung erforderlich machen, und welche Auswirkungen so eine einschneidende Maßnahme haben wird.“ Sicher keine leichte Aufgabe für den erfahrenen Bezirks-Chef: „Ich werde versuchen, die Vereine mit Sachargumenten zu überzeugen.“ Und die liegen für Winsmann auf der Hand. In der Führungsetage des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat man längst erkannt, dass sich, bedingt durch den demografischen Wandel in Deutschlands zweitgrößtem Flächenland zwischen der Nordsee und dem Harz, eine stetig geringer werdende Anzahl von Mannschaften ergibt. Deshalb ist für die Verantwortlichen des NFV auch klar: „An einer Fusion führt kein Weg vorbei.“

Das ist natürlich auch im Bezirk Hannover angekommen. Schnell reagiert hat deshalb bereits die Region Hannover. Rund um die Landeshauptstadt haben sich die Kreise Hannover-Land und Hannover-Stadt schon geeinigt und zur Saison 2018/19 die Fusion beschlossen.

Zu der Umstrukturierung des Herrenspielbetriebs im Fußballbezirk Hannover hat sich auch der Spielausschuss-Vorsitzende Torsten Schuschel Gedanken gemacht. Danach wird sich im Bereich der Kreise nichts ändern. Auch nach einer Fusion wird der Fußball auch weiterhin regional in den Kreisligen Diepholz, Nienburg, Schaumburg, Hannover, Hildesheim, Hameln-Pyrmont und Holzminden rollen. Eine „Super-Kreisliga“ ist also im Moment jedenfalls noch kein Thema.



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