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Er ist wieder da: Thomas Niepelt über die Baustellen beim Drittligisten MTV Rohrsen

„Am Rückzug ist nichts dran“

Hameln. Thomas Niepelt war als Spartenleiter zwar nie wirklich weg vom Fenster, hatte sich aber nach einer Ewigkeit als Macher im Hintergrund vor einem Jahr weitestgehend aus dem operativen Geschäft beim Frauen-Drittligisten MTV Rohrsen zurückgezogen. Doch nun ist Mister Handball wieder zurück auf der Bühne und wird kurioserweise der Nachfolger seines Nachfolgers Robert Drechsler. Knapp vier Wochen vor dem Start in die neue Drittliga-Saison sprach die Dewezet-Sportredaktion mit dem Sportchef, der seine Mission aber nur als vorübergehend ansieht, über die Mannschaft, die Baustellen und die sportlichen Ambitionen beim MTV.

veröffentlicht am 25.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Herr Niepelt, es ist verdächtig ruhig beim MTV Rohrsen. Und in der Gerüchteküche hört man sogar, dass der MTV seine Mannschaft aus der 3. Liga zurückziehen will. Was ist da dran?

Am Rückzug ist nichts dran.

Sie waren in den vergangenen Wochen immer noch auf der Suche nach neuen Spielerinnen. Haben Sie inzwischen die unbedingt nötigen Verstärkungen gefunden?

Wir haben Marie Charlotte Seffer von der HSG Nord Edemissen eine 22-jährige Flügelflitzerin für die linke Außenbahn als weiteren Neuzugang geholt.

Schon Mitte Juni kündigte Trainer Frank Käber den Wechsel einer Spielerin aus Neustadt-Sebnitz an. Den Namen wollte er da noch nicht nennen. Wer ist die Verstärkung aus dem Osten?

Aus der Verstärkung ist nichts geworden. Die Spielerin hat sich letztlich doch für einen anderen Verein entschieden.

Ist denn endlich die Verpflichtung von Aida Dorovic aus Montenegro perfekt? Immerhin soll es in ihrem Fall ja Probleme in Sachen Duldung und Spielberechtigung gegeben haben.

Auch hier ist es zu keiner Verpflichtung gekommen. Grund dafür ist, dass Aida Dorovic doch wesentlich mehr Probleme mit ihrer Aufenthaltsgenehmigung hat, als es sich anfänglich darstellte.

Der Kader ist also zu dünn für die neue Saison in der 3. Liga?

Momentan kann man den Eindruck haben. Aber es wird weiterhin alles getan um eine Verbesserung herbeizuführen. Fakt ist, dass auch noch Hannah Orzessek aus Studiengründen für die neue Saison abgesagt hat. Als Neuzugänge stehen derzeit nur Annika Wohlfromm, Cathrin Kelkert, Anna Völkel, Marie-Charlott Seffer und die A-Jugendliche Tara Wissmann fest. Dazu ist erst einmal weitere Unterstützung aus dem Oberliga-Kader der von Oliver Duus trainierten weiblichen A-Jugend eingeplant.

Mit Torjägerin Manuela und Torhüterin Michaela Schostag haben zwei Leistungsträgerinnen ihren Rückzug bekannt gegeben. Versuchen Sie die beiden doch noch einmal zu überreden, eine weitere Saison dranzuhängen?

Momentan sind mit beiden Spielerinnen keine Gespräche geplant. Da Manuela und Michaela den MTV Rohrsen aber nicht verlassen haben, schauen wir seitens des Vereins nach vorn. Und in der Zukunft ist nichts auszuschließen.

Sie sollen sich im Vorfeld auch um ein Zweitspielrecht für Celina Männich, die bei den A-Juniorinnen des Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe spielt, bemüht haben. Stimmt das, und wenn ja, könnte der Versuch klappen?

Celina hat bei uns vor einiger Zeit schon mittrainiert. Zu einer Einigung mit ihr ist es aber leider nicht gekommen. Trotzdem steht Sie bei unserem Trainer weiterhin im Fokus. Ob es vielleicht doch noch zu einer positiven Entscheidung kommt, müssen wir abwarten.

Wo sehen Sie Rohrsens Frauenhandball in fünf Jahren?

Wenn sich alle Beteiligten auch weiterhin so engagiert bemühen, sollte es schon weiterhin die 3. Liga sein. Momentan stehen wir im Umbruch, und da ist die Situation schwierig oder auch wie der Blick in die Glaskugel. Auf jeden Fall wollen wir in den nächsten Jahren in der 3. Liga weiterhin dabei sein.

Interview: Klaus Frye



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