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Walter Hänning, langjähriger Handball-Trainer des MTV Bad Pyrmont, auch mit 75 Jahren topfit

„Alt wie ein Baum“ – für „Brüder“ kein Thema

Handball (kf). „Alt wie ein Baum ...“ sangen schon 1976 die Puhdys, doch diese Weisheit trifft auf Walter Hänning keinesfalls zu. „Brüder“, so ist der Pyrmonter Malermeister in Sportlerkreisen weit über die Grenzen des Weserberglandes hinaus besser bekannt, feierte am Sonntag zwar seinen 75. Geburtstag, dennoch ist der langjährige Handballtrainer des MTV Bad Pyrmont immer noch fit wie ein Turnschuh. Allein seine legendären blauen Sportschuhe mit den berühmten drei Streifen hatten in fast vier Jahrzehnten arg gelitten. Dieses Problem lösten nun fast 50 ehemalige Handballer des MTV Bad Pyrmont auf ihre Art. Sie hatten „Brüder“ nicht nur zu einem großen Handball-Treff in die Südhalle eingeladen, sondern auch gleich einen neuen Trainingsanzug und neue Sportschuhe als Geburtstagsgeschenk mitgebracht. „Man weiß ja nie, vielleicht muss ‚Brüder‘ ja noch einmal mitspielen“, schmunzelte Abteilungsleiter Jürgen Röwer. Seinen letzten Auftritt hatte Walter Hänning übrigens vor fünf Jahren. Als die zweite Pyrmonter Mannschaft arge Besetzungsnöte hatte, holten sie den Altmeister kurz entschlossen von der Tribüne aufs Spielfeld. „Danach wurde für mich sogar extra ein neuer Spielerpass ausgestellt“, wunderte er sich damals.

veröffentlicht am 28.06.2010 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

Selbst aus Mainz, Frankfurt und München waren ehemalige Spieler, die „Brüder“ als engagierten und vor allem erfolgreichen Trainer erlebten, angereist. Aber nicht nur, um zu gratulieren, sondern um „Brüder“, der den MTV Bad Pyrmont in den achtziger Jahren mit zwei Aufstiegen in Folge aus der Kreisliga in die damalige Bezirksliga führte, auch noch einmal zu demonstrieren, dass sie das Handballspielen keinesfalls verlernt haben. Der Trainerfuchs nahm noch einmal auf der harten Bank am Spielfeldrand Platz. Und hier entging ihm nichts. „Das hat doch früher schon nicht geklappt“, musste sich mancher seiner ehemaligen Schützlinge nach Fehlwurf oder Fehlpass anhören.

Doch das Sportliche stand bei seiner Geburtstagsfete keinesfalls im Mittelpunkt. „Viele meiner ehemaligen Spieler hatte ich seit Jahren nicht gesehen. Da ist es doch klar, dass man sich viel zu erzählen hat “, freute sich der Rentner im Unruhestand. Vor allem sein Ex-Spielmacher Heiko Schnare, der später als Bundesliga-Schiedsrichter für Aufsehen sorgte, und Udo Maltzahn, der beim VfL Hameln Bundesligaluft schnupperte, hatten eine Anekdote ihres Ex-Trainers ebenfalls noch in bester Erinnerung: „Da war nach einem Spiel in Himmelsthür tatsächlich unsere Kabine total leer geräumt. Wir mussten im Trikot und Trainingsanzug die Heimreise antreten.“ Nur Brüders Wintermantel, ein echtes Unikat, hing noch einsam an einem Kleiderhaken. „Der war den Dieben wohl doch zu modern“, schmunzelt Walter Hänning noch heute.



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