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DTH Open-Erfolg ohne Satzverlust / Kölzer siegt bei den Damen

Alexander Lazov – der neue Tenniskönig

Hameln. Er kam, sah und siegte – und das mit einer absoluten Topleistung. Keiner seiner Vorgänger hat bei den DTH Open das Feld so souverän beherrscht wie Alexander Lazov, der bulgarische Daviscup-Spieler und die aktuelle Nummer 39 der deutschen Rangliste. Auch im Endspiel der 29. Auflage des Hamelner Tennis-Events ließ der für den Dorstener TC spielende neue Hamelner Tenniskönig seinem Kontrahenten Sebastian Linda (Bielefeld) beim 6:1, 6:2-Sieg keine Chance.

veröffentlicht am 02.08.2015 um 19:33 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Lazov war vor 300 Zuschauern am Tönebönweg von Beginn das Maß aller Dinge. Die Tennisfreunde hätten zwar gern ein spektakuläres Finale gesehen, doch der Bulgare ließ sich auf keine Experimente ein. Wie in allen vier Spielen zuvor reichten ihm auch im Endspiel zwei schnelle Sätze. Da kam es fast schon überraschend, dass er am Ende zwei Matchbälle zum Sieg benötigte. Sebastian Linda, der als Jugendlicher schon einmal auf Platz zwölf der Junioren-Weltrangliste rangierte, hatte mit dem Finaleinzug schon ein Zeichen gesetzt. „Mir fehlte im Finale auch das nötige Training“, stellte der Bielefelder fest, der in Hameln sein erstes großes Turnier dieser Saison spielte.

Bei den Damen, wo Katharina Lehnert – Nummer 28 der DTB-Rangliste – kurzfristig absagte, fand das Finale ein frühes Ende. Die topgesetzte Vinja Lehmann (Braunschweiger THC) verließ nach einem 1:5-Rückstand schon im ersten Satz mit Tränen in den Augen den Platz. Sehr zur Überraschung ihrer Gegnerin und der Zuschauer. Niemand wusste, warum die 18-Jährige Tennis-Hoffnung aufgab. Erst nach der Siegerehrung klärte sie ihr schnelles Aus auf: „Ich bin stark erkältet. Ich habe mich schon am Samstag im Viertel- und Halbfinale über den Tag gequält und jetzt ging es einfach nicht mehr.“ Romy Kölzer, die für Bayer Leverkusen aufschlägt, hätte das Match zwar gern zu Ende gespielt, doch letztlich konnte es ihr egal sein. Und den Siegerscheck über 1400 Euro nahm sie gern mit an den Rhein. Aber vor dem Finale war erst einmal das große Zittern angesagt. Im Achtel-, Viertel- und Halbfinale musste Kölzer in den dritten Satz, zeigte im Match-Tiebreak aber starke Nerven. Hier warf sie Yvonne Hübler aus Soest (6:1, 5:7, 10:7), Vorjahressiegerin Manon Kruse (3:6, 6:4, 10:3) und die Düsseldorferin Alice Tesan (7:5, 0:6, 10:5) aus dem Feld.

3 Bilder
Romy Kölzer holte sich bei den DTH Open erstmals den Siegerpokal.


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