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Fußball: Abstiegskampf vor Derby gegen Bisperode plötzlich ein Thema

Alarm in Aerzen

BEZIRK HANNOVER. Ein altes Sprichwort sagt: Die Tabelle lügt nicht. Daran haben sich auch schon die Verantwortlichen des MTSV Aerzen erinnert. Denn was sie beim Blick auf das Tableau der Fußball-Bezirksliga sehen, macht ihnen im Moment wirklich keine Freude. Es ist nach einigen Schlenkern in der Rückserie eng geworden.

veröffentlicht am 10.04.2017 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 11.04.2017 um 10:00 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Und so schrillen auch am Veilchenberg die Alarmglocken, denn bei nur drei Zählern Abstand auf den Relegationsplatz ist der Abstiegskampf plötzlich ein heißes Thema geworden.

„Trainer Uwe Filla und ich wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir können aber nur hoffen, dass die Mannschaft auch die nötige Einstellung für diese völlig neue Situation mitbringt“, meint Fußball-Chef Karsten Hoppe. Denn das, was Aerzen bislang nach der Winterpause zu bieten hatte, war mager. Gerade einmal fünf Punkte holte das Team aus sechs Spielen. Und weil die Konkurrenz nicht schlief und ihr Konto stetig aufstockte, ist die Malesse nun da. „Fußballerisch sind wir im Moment meilenweit weg von dem, was wir eigentlich können“, ist Karsten Hoppe aufgefallen. Und so lief auch im Vorwärtsgang nicht mehr viel. Nur drei Treffer schlagen zu Buche – eine Bilanz, die keinen Gegner so schnell erschrecken dürfte. Aber es kommt noch schlimmer, denn mit Patrick Hoppe (Knieverletzung) und Agostino di Sapia (Muskelfaserriss) fallen ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Duell (Dienstag, 19.30 Uhr) gegen den TSV Bisperode zwei eigentliche Torgaranten längerfristig aus.

„Keine Frage, dieses Spiel müssen wir unbedingt gewinnen, egal, wie. Auch wenn es personell nicht gut aussieht“, unterstreicht Aerzens Fußball-Chef noch einmal die große Bedeutung des Derbys. Damit das auch kein Wunschdenken bleibt, muss der MTSV aber gehörig an seiner Präsenz feilen. Nur der Vorletzte FC Stadtoldendorf (9) holte bislang weniger Punkte in der Heimat als Aerzen (10). Der Knoten im Stadion am Veilchenberg muss also platzen, soll es nicht noch weiter bergab gehen. Aber auch für den TSV Bisperode steht sehr viel auf dem Spiel. Die Bicknell-Elf könnte mit einem Dreier wieder etwas näher an den Relegationsplatz rücken – und damit die Hoffnungen auf eine wundersame Rettung vor dem Abstieg noch weiter am Leben erhalten. Wenn nicht, wird es allerdings ganz finster.

Fällt mit einer Knieverletzung langfristig aus: Aerzens Torjäger Patrick Hoppe. Foto: nls
  • Fällt mit einer Knieverletzung langfristig aus: Aerzens Torjäger Patrick Hoppe. Foto: nls

Doch der TSV und Aerzen sind nicht die einzigen Sorgenkinder aus dem Kreisgebiet. Auch Germania Hagen (24 Punkte) und die SSG Halvestorf (24) mischen noch kräftig bei der Verlosung des Relegationsplatzes mit, wie übrigens fast auch die halbe Liga. Selbst der Tabellensechste SV Hüddessum (28) ist noch nicht aus dem Schneider. Hagen (Dienstag, 20 Uhr) hat allerdings beim Nachsitzen mit dem SV Bavenstedt II sportlich die vermeintlich leichtere Aufgabe zu lösen als die SSG Halvestorf dann am Donnerstag (19 Uhr) beim Spitzenreiter HSC Tündern.

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